Kampfansage aus dem Exil: Bayer will den «Pott»
Düsseldorf (dpa) - 29.01.2009, 13:12 Uhr
Helmes (2.v.l) wird in Düsseldorf als erster Leverkusener Torschütze gefeiert.
Die Kampfansage aus dem Düsseldorfer Exil war eindeutig. «Unser Ziel ist ganz klar nach Berlin zu fahren. Da haben wir eine realistische Chance», sagte Bayer Leverkusens Nationalkeeper René Adler nach dem eindrucksvollen 3:1 im DFB-Pokal gegen Energie Cottbus. «Wir haben bravourös gespielt, das war eine tolle Vorstellung», meinte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler zum Einzug ins Viertelfinale und der gelungenen Premiere in der LTU arena, die wegen des Umbaus der BayArena bis Saisonende Leverkusens Spielstätte ist. Während Völler in puncto Meisterschaft («Vom Projekt Titel zu sprechen, da muss man relativ bescheuert sein») Zurückhaltung übt, werden seine jungen Spieler immer frecher. «Wir haben im Pokal und in der Meisterschaft eine riesige Chance, etwas zu erreichen», hofft Bayer-Torjäger Patrick Helmes, der das Führungstor (12. Minute) erzielte. Michal Kadlec (29.) und Renato Augusto (43.) sorgten mit ihren Treffern in einer furiosen ersten Halbzeit bereits für die Entscheidung. Das 1:3 gelang Ervin Skela (90./+1).
«Wir hatten etwas gut zu machen», erinnerte Kapitän Simon Rolfes an das dürftige 1:1 gegen Cottbus am letzten Hinrunden-Spieltag, durch das Leverkusen auf Tabellenrang fünf zurückfiel. «Eine gute Rückrunde, etwas mehr Effizienz und die Krönung wäre die Champions-League-Qualifikation.» Die glänzende Pokal-Ouvertüre in der nur mit 16 000 Zuschauern gefüllten neuen Heimstätte war für ihn eine gute Werbung: «Ich glaube, wir haben den Zuschauern Lust auf Mehr gemacht.» Leverkusens Trainer Bruno Labbadia lobte zwar sein Team («Wir haben unser Ziel erreicht und es eindrucksvoll gemacht»), tat es aber nicht uneingeschränkt. «Die Kunst ist es, dann noch das vierte oder fünfte Tor zu machen», kritisierte der Ex-Stürmer mit Blick auf ein Dutzend guter Chancen. |