FC Bayern im Schongang weiter - 5:1 in Stuttgart

Stuttgart (dpa) - 27.01.2009, 22:34 Uhr
FC Bayern im Schongang weiter - 5:1 in Stuttgart
Der Münchner Luca Toni bejubelt seinen Treffer zum 0:3.

Der FC Bayern München ist mit einem Schützenfest in Stuttgart aus der Winterpause gestürmt und im Schongang ins DFB-Pokal-Viertelfinale spaziert.

Dem Cup-Verteidiger glückte mit einem brillanten 5:1 (3:0) beim zuvor unter Teamchef Markus Babbel noch ungeschlagenen VfB Stuttgart zudem eine glänzende Generalprobe auf den Bundesliga-Hit beim Hamburger SV. Der zweifache Torschütze Bastian Schweinsteiger (14./54./Foulelfmeter), Franck Ribéry (16.), Luca Toni (43.) und Zé Robérto /59.) bescherten dem Rekordmeister am Dienstag einen rundum gelungenen Start und machten das Debakel der Schwaben perfekt. Daran konnte auch der Ehrentreffer des ansonsten blassen Mario Gomez (84.) nichts ändern. «Es ist sehr, sehr schwer das Richtige zu sagen», meinte Gomez niedergeschlagen. «Das war ein ganz bitterer Abend für uns», befand VfB-Kapitän Thomas Hitzlsperger.

Für Bayern-Trainer Jürgen Klinsmann war es leicht zu verschmerzen, dass der wieder ins Team zurückgekehrter Ballkünstler Ribéry in dem Achtelfinal-Spiel vor 55 500 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena sogar einen Handelfmeter (21.) vergab. Der Tabellen-Zweite der Bundesliga erteilte den Schwaben nämlich eine Lehrstunde in modernem Fußball. «Sie spielen nach Ballgewinn wahnsinnig schnell nach vorne», lobte Bundestrainer Joachim Löw das Bayern-Spiel. «Wir wussten, dass wir gut drauf sind. Wir haben unsere Qualität gezeigt», sagte der gut aufgelegte Schweinsteiger und fügte an: «Aber wir können noch besser spielen.»

Ein Fehlpass von Arthur Boka, der völlig unbedrängt in Strafraumnähe den Ball auf Schweinsteiger spielte, leitete den Anfang vom Ende für die Hausherren ein. Der Nationalspieler fackelte nicht lange und ließ VfB-Keeper Jens Lehmann mit einem strammen Schuss keine Chance. Nur 120 Sekunden später war aus dem mit Spannung erwarteten Südschlager praktisch die Luft raus. Nach einer von Ribéry eingeleiteten Traum-Kombination über mehrere Stationen erzielte der beim prickelnden Bundesliga-Duell (2:2) im Hinrunden-Finale noch verletzt fehlende Franzose höchstpersönlich das 2:0.

Mit einem völlig überheblich und zu lässig geschossenen, von Boka verschuldeten Handelfmeter, vergab Ribéry zunächst die klare Chance zum dritten Bayern-Treffer. «Ich wollte einfach Spaß haben», meinte der Franzose. Doch davon unbeeindruckt spulten die Münchner weiter souverän und nie ernsthaft gefordert ihr Pensum ab. Vor allem Ribèry war nicht zu stoppen. Auch bei seiner genialen Vorarbeit für Toni, der mit einem schlitzohrigen Heber den bedauernswerten VfB-Keeper Lehmann noch vor der Pause zum dritten Mal überwand, leistete er die Vorarbeit.

Die Taktik von Babbel, nach dem Ausfall von Cacau nur mit einem Stürmer sein Glück zu suchen, zahlte sich nicht aus. Erst nachdem schon alles verloren war, stellte der 36-Jährige auf sein etatmäßiges 4:4:2-System um, brachte Ciprian Marica. Die Offensiv-Variante hätte sich beinahe ausgezahlt, doch Bayern-Torhüter Michael Rensing konnte einen Schuss von Jan Simak (47.) mit dem rechten Fuß abwehren. Es war die erste Chance der Gastgeber gewesen. Zu Recht gab der gut leitende Schiedsrichter Herbert Fandel wenig später ein Tor des Rumänen Marica wegen einer Abseitsstellung nicht.

Damit war das VFB-Strohfeuer vorbei, das muntere Scheibenschießen der Bayern ging weiter. Der gut aufgelegte Schweinsteiger erzielte per Foulelfmeter, zuvor war Zè Roberto von Lehmann von den Beinen geholt worden, seinen zweiten Treffer. Fünf Minuten krönte Zé Roberto seine gute Leistung mit einem fein herausgespielten Tor. Beinahe hätte der für Toni gekommene US-Boy Landon Donovan Sekunden nach seiner Einwechslung das halbe Dutzend perfekt gemacht. Sechs Minuten vor Schluss stand dann Gomez zum Abstaubertor richtig.

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