Aufgalopp im DFB-Pokal

Düsseldorf (dpa) - 28.01.2008, 16:56 Uhr
Aufgalopp im DFB-Pokal
Werder Bremen (l) und Borussia Dortmund treffen im DFB-Pokal aufeinander.

Nach 40 Tagen Pflichtspielpause steht für die deutschen Spitzenteams im DFB-Pokal die erste Bewährungsprobe an, bevor der Startschuss zur Rückrunde in der Fußball-Bundesliga fällt.

Dabei stehen sowohl Tabellenführer FC Bayern München als auch Verfolger SV Werder Bremen vor unterschiedlich schweren Auswärtsaufgaben. Wie Meister VfB Stuttgart müssen der Hamburger SV und die Bayern bei Regionalligaclubs bestehen. Der deutsche Rekordmeister tritt in der Gelsenkirchener Veltins-Arena gegen den Drittligisten Wuppertaler SV Borussia an, Werder Bremen spielt im Top-Duell am 29. Januar beim Ligakonkurrenten Borussia Dortmund und hat am folgenden Tag mit seinem Regionalligateam ein weiteres Eisen im Feuer.

Für den BVB, der in der Hinrunde beim 3:0 gegen die Bremer eine Glanzleistung zeigte, gibt es neben der sportlichen Herausforderung gegen den Tabellen-Zweiten auch endlich wieder ein finanzielles Zubrot im Pokal. Dank der Live-Übertragung kann sich der Club über eine Einnahme von etwa 1,2 Millionen Euro freuen. Sportdirektor Michael Zorc hofft, dass sich sein Team auf diesem Weg auch wieder für einen internationalen Startplatz qualifizieren kann. «Für uns ist der DFB-Pokal der leichteste Weg nach Europa», sagte Zorc. Allerdings sind die Dortmunder seit zwölf Jahren nicht mehr über das Achtelfinale hinausgekommen. BVB-Stürmer Alexander Frei steht nach achtmonatiger Verletzungspause erstmals wieder im Kader, der Einsatz von Mladen Petric ist noch fraglich.

Für die Bayern-Jäger aus Bremen ist die Partie im Signal Iduna Park vor rund 70 000 Zuschauern auch eine Standortbestimmung für den weiteren Weg in der Meisterschaft. Dabei muss Trainer Thomas Schaaf in Dortmund auf Torsten Frings (verletzt) und Boubacar Sanogo (Afrika-Cup) verzichten. «Das wird keine leichte Aufgabe. Nach dem letzten Bundesligaspiel haben wir dort noch etwas gut zu machen», sagte Werders Manager Klaus Allofs.

Für Regionalliga-Spitzenreiter Wuppertal ist der Einzug in das Achtelfinale der größte Erfolg im DFB-Pokal seit 1963. «Das ist unser Jahrhundertspiel», meinte WSV-Präsident Friedhelm Runge. Trainer Wolfgang Jerat hofft, dass sich seine Mannschaft gegen den Favoriten gut verkauft. «Wir haben gegen Bayern keine Chance, wollen uns aber gut präsentieren und kein Spielball der Münchner sein», sagte der Wuppertaler Coach. Die Bayern reisen bis auf die verletzten Profis Marcell Jansen und Lukas Podolski in Bestbesetzung an. Für Manager Uli Hoeneß ist der Einzug in die nächste Runde Pflicht: «Wir erwarten einen Sieg.»

Auch die Zweitligaclubs 1899 Hoffenheim und Alemannia Aachen hoffen auf den Einzug in das Viertelfinale. Die Hoffenheimer treffen am Dienstagabend auf Hansa Rostock. Beim Bundesliga-Club herrscht großer Respekt vor dem Tabellen-Achten der 2. Liga. «Das ist eine eklige Aufgabe», sagte Hansa-Torjäger Enrico Kern. Vor seinem Pflichtspiel-Debüt steht Aachens neuer Trainer Jürgen Seeberger in der Partie gegen Liga-Konkurrent TSV München 1860. «Das wird eine harte Nuss», sagte Münchens Manager Stefan Reuter. Im Vorjahr gelang den Aachenern der Sprung in das Viertelfinale - nach einem Sieg gegen den FC Bayern.

Fußball-Weltmeisterin Simone Laudehr wird als Glücksfee im Rahmen der ARD- Sportschau die Viertelfinalspiele der Männer auslosen. Wie der DFB mitteilte, wird die 21 Jahre alte Nationalspielerin dabei von Bundestorwarttrainer Andreas Köpke unterstützt. Die Runde der letzten acht Mannschaften wird am 26. Februar ausgetragen.

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