0:1 gegen Wolfsburg: KSC zahlt Lehrgeld
Karlsruhe (dpa) - 30.10.2007, 20:54 Uhr
Der Wolfsburger Ashkan Dejagah (l) erzielt den Treffer zum 1:0.
Der Karlsruher SC verpasste im DFB- Pokal gegen den VfL Wolfsburg den Einzug ins Achtelfinale durch eine unglückliche 0:1 (0:1)-Heimniederlage. U 21- Nationalspieler Ashkan Dejagah erzielte vor 20 846 Zuschauern im Wildparkstadion in der 45. Minute das Tor des Abends. Während Wolfsburg damit erfolgreich Revanche nahm für die 1:2- Heimniederlage in der Bundesliga, wurde Karlsruhes Stürmer Edmond Kapllani mit mehreren vergebenen hochkarätigen Möglichkeiten zur tragischen Figur des Spiels. KSC-Trainer Edmund Becker rotierte auf drei Positionen: Godfried Aduobe spielte für Massimilian Porcello im defensiven Mittelfeld, Stürmer Kapllani kam zu seinem Saisondebüt und ersetzte Sebastian Freis. Alexander Iaschwili spielte für Christian Timm. Zudem stand Jean-Francois Kornetzky nach dem Kreuzbandriss für Markus Miller im Tor. Beim VfL Wolfsburg stand Vlad Munteanu auf dem Feld, der seine Hüftprobleme überwunden hatte.
In der ersten halben Stunde geizten beide Mannschaften mit Torszenen. Die Gastgeber leisteten sich zu viele Ballverluste, die Niedersachsen agierten zwar eleganter, aber nicht zwingend genug. Für die meiste Aufregung sorgte in der 23. Minute Marcelinho, der KSC- Abwehrspieler Maik Franz umstieß, aber mit der gelben Karte davonkam. In der Folge wurde das Spiel hektischer. Fünf Minuten vor der Pause kam Karlsruher zu zwei guten Torchancen nach jeweiliger Vorarbeit von Michael Mutzel: Doch einmal war Tamas Hajnal zu umständlich, wenig später schoss Kapplani vorbei. Besser machte es kurz vor dem Pausenpfiff Dejagah, der eine scharfe Munteanu-Flanke per Kopf zur Gäste-Führung verwertete. Kapllani hatte kurz zu Beginn der zweiten Halbzeit die große Chance zum Ausgleich: Der Albaner nutzte eine Unaufmerksamkeit der Gäste-Abwehr, demonstrierte dann aber sein mangelndes Selbstvertrauen: Statt direkt zu schießen umkurvte er Torwart Simon Jentzsch und der Winkel zum Tor wurde zu spitz. Zehn Minuten später scheiterte der Albaner erneut an seinen Nerven, als er freistehend Jentzsch anschoss. Der KSC war die bestimmenden Mannschaft und erspielte sich weitere Möglichkeiten, doch Kapllani brachte den Ball einfach nicht im Tor unter (77./83.). Wolfsburg begnügte sich nach der Auswechslung der beiden Brasilianer Marcelinho und Edinaldo zur Halbzeit mit der Verwaltung des Vorsprungs und erspielte bis auf Sergiu Radus Gelegenheit (89.) keine Torchance mehr.
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