«Club»-Trio um Vittek treffsicher
Hamburg (dpa) - 06.08.2007, 11:40 Uhr
Victorias Mark Pomorin (r) und Marek Mintal aus Nürnberg kämpfen um den Ball.
Beim Pokalsieger 1. FC Nürnberg sind stürmische Zeiten angebrochen. War in der Vorsaison die Defensive beim fränkischen Fußball-Bundesligisten Trumpf, hat «Club»-Trainer Hans Meyer in dieser Saison vielversprechende Offensiv-Asse im Ärmel. In Torjäger Robert Vittek (11./78. Minute) sowie den beiden Neuzugängen Angelos Charisteas (45./54./58.) und Zvjezdan Misimovic (35.) zeigte sich beim 6:0 beim Fünftligisten SC Victoria Hamburg die Abteilung Attacke treffsicher. Ein Dreier-Angriff mit dem neuen Regisseur Misimovic dahinter soll auch beim Bundesliga-Star wirbeln. «Fest steht, dass wir mit drei Spitzen, namentlich Charisteas, Saenko und Vittek wohl auch in der Bundesliga operieren werden», sagte Meyer. Im Tor ist der Konkurrenzkampf zwischen Daniel Klewer und dem Tschechen Jaromir Blazek dagegen noch offen. In Hamburg hütete Klewer den Kasten. Eine Entscheidung über die künftige Nummer eins ist damit aber wohl noch nicht gefallen. «Ich experimentiere noch ein wenig», sagte Meyer. Der 34-jährige Blazek war für 450 000 Euro von Sparta Prag als Nachfolger für Raphael Schäfer verpflichtet worden, Klewer war in der Vorsaison als Elfmeter-Killer Garant für den Pokalcoup.
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Nach dem Saison-Aufgalopp bei den Hamburger Amateuren verteilte «Club»-Coach Meyer artige Komplimente an den Underdog: «Ich habe es in einem Pokal- oder Testspiel gegen eine unterklassige Mannschaft noch nie erlebt, dass die fußballerisch mitspielen und so bestehen wollten. Das war klasse.» Trotz der sechs Gegentore waren die Spieler des 112 Jahre alten SC Victoria glücklich. Beim Hamburger Regional-Pokalsieger verdienen die Spieler durchschnittlich 500 Euro im Monat, der Jahresetat in Höhe von 70 000 Euro wurde in der 1. DFB-Pokalhauptrunde durch die garantierten TV-Gelder von 55 000 Euro und die Erlöse aus den Eintrittskarten schon wieder erwirtschaftet. «Es war unser Fehler, gegen Nürnberg mitgespielt zu haben. Wir standen in der zweiten Halbzeit am Rande eines Debakels, haben die Zuschauer mit unserer Spielweise jedoch begeistert», meinte Victorias Trainer Bert Ehm.
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