Wolfsburg mit 4:0 locker weiter - Costa verletzt
Würzburg (dpa) - 05.08.2007, 19:52 Uhr
Der Wolfsburger Ashkan Dejagah (l) bleibt vor Würzburgs David Schmieg (r) am Ball.
Bundesligist VfL Wolfsburg hat Trainer Felix Magath eine erfolgreiche, aber glanzlose Pflichtspiel-Premiere beschert. Die runderneuerte Truppe aus Niedersachsen zog durch ein 4:0 (1:0) beim Viertligisten Würzburger FV verdient in die zweite Runde des DFB-Pokals ein. Für den Vorjahres-Halbfinalisten erzielten Alexander Madlung (10. Minute) sowie die Neuzugänge Sergiu Radu (53.), Christian Gentner (63.) und Edin Dzeko (75.) die Tore. Den wenig mitreißenden Sieg mussten die Gäste womöglich teuer bezahlen. Nach erster Diagnose erlitt Abwehrchef Ricardo Costa einen Kreuzbandriss und fällt monatelang aus. Vor 11 200 Zuschauern im Würzburger Dallenberg-Stadion boten die «Wölfe» gleich sieben neue Spieler in der Startformation auf, doch für den ersten Treffer beim lockeren Erfolg sorgten zwei alte Akteure. Nach Hereingabe von Marcelinho, den Magath zunächst mit dem Kapitänsamt bedacht hatte, köpfte Madlung unhaltbar für Torhüter Ralf Scherbaum ein. Wolfsburgs Spielmacher Marcelinho hatte in Bankkaufmann-Azubi Bastian Götzfried einen bissigen Bewacher und wurde zur Pause ausgetauscht - wie auch der schwer verletzte Costa.
«So wie es aussieht, ist es ein Kreuzbandriss und dann würde er das halbe Jahr ausfallen», sagte Trainer Felix Magath nach dem Spiel. Allerdings müsse man eine weitere Untersuchung beim für vier Millionen Euro vom FC Porto verpflichteten Portugiesen am Montag abwarten. Der Verteidiger hatte sich die Verletzung kurz vor der Halbzeit bei einem Zusammenprall mit einem Würzburger zugezogen. Nach dem Seitenwechsel ließen bei den aufopferungsvoll kämpfenden Amateuren dann die Kräfte nach, und Wolfsburg dominierte am Ende ein besseres Freundschaftsspiel. Nach Flanke von Marcel Schäfer erhöhte Radu auf 2:0. Hier war der starke Torhüter Scherbaum, der vor 13 Jahren mit Vestenbergsreuth den FC Bayern besiegte, ebenso machtlos wie beim 0:3 durch Gentner und dem 0:4 durch Dzeko. In ihrem erst zweiten DFB-Pokal-Spiel, das erste verloren die Unterfranken vor sechs Jahren 0:10 gegen den TSV 1860 München, scheiterten die Platzherren mit ihrer einzigen Torchance vor der Pause durch Peter Deißenberger an VfL-Keeper Simon Jentzsch (17.). Nach dem Seitenwechsel hatten die Würzburger dann Pech bei einem 30- Meter-Pfosten-Knaller (56.) des Postboten Sebastian Fehrer; Sanel Bradaric (79.) vergab freistehend einen Kopfball-Ehrentreffer.
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