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Ober-Referees streiten - 1. Frau pfeift bei Profis

Berlin (dpa) - 26.05.2007, 13:53 Uhr

Die Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus gestikuliert im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion.
Die Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus gestikuliert im Potsdamer Karl-Liebknecht-Stadion.

Der Streit der beiden deutschen Ober-Schiedsrichter schwelt weiter. Auch der als Schlichter auftretende DFB-Präsident Theo Zwanziger konnte vor dem Pokalfinale in Berlin den Konflikt zwischen Volker Roth und Hellmut Krug nicht entspannen.

«Die Situation wurde erörtert», teilte DFB-Mediendirektor Harald Stenger nach einer erweiterten Sitzung des Schiedsrichterausschusses mit. Es gebe jedoch «kein abschließendes Ergebnis». Der hauptamtliche Schiedsrichter-Abteilungsleiter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Hellmut Krug, und der ehrenamtliche Vorsitzende des DFB-Schiedsrichter-Ausschusses Volker Roth streiten über grundsätzliche strategische Fragen, vor allem bei der Aus- und Weiterbildung der Referees. Ihr Verhältnis sei «deutlich gestört», hatte DFB-Präsident Zwanziger berichtet.

Der DFB verkündete ein Novum im deutschen Fußball: Bibiana Steinhaus wird als erste Frau Spiele im Profifußball pfeifen. Die Polizistin aus Hannover, die seit 1995 als Schiedsrichterin aktiv ist, gehört zum Kreis der 22 Unparteiischen in der 2. Bundesliga. Die 28 Jahre alte Bibiana Steinhaus wurde vom DFB auch zur «Schiedsrichterin des Jahres» (Saison 2006/2007) gewählt; sie ist FIFA-Referee und steht auch auf der DFB-Liste für die Frauen- Bundesliga. «Schiedsrichter des Jahres» wurde zum dritten Mal nach 2001 und 2005 Herbert Fandel (Kyllburg), der das Champions-League-Finale souverän geleitet hatte.

Die Liste der 20 Referees für die Bundesliga bleibt unverändert. «Die Leistungen unserer Bundesliga-Schiedsrichter waren in der vergangenen Spielzeit so gut, dass es keinen Grund für Änderungen gibt», sagte Roth (Salzgitter). Für die 2. Bundesliga wurde die Zahl der Referees von 20 auf 22 erhöht, schon ein Schritt mit Blick auf die Einführung der eingleisigen Dritten Liga im Spieljahr 2008/2009.

Im Konflikt zwischen den beiden früheren Fifa-Referees Roth und Krug soll es nun nochmals ein Gespräch von Zwanziger und DFB- Generalsekretär Horst R. Schmidt mit dem beim DFB zuständigen Direktor Willi Hink geben, an dem auch Liga-Präsident Wolfgang Holzhäuser teilnehmen wird. Danach will sich das Verbands-Präsidium am 8. Juni mit dem Thema befassen. Zwanziger, der Roth sein volles Vertrauen versichert hatte, machte in Berlin deutlich, dass der DFB «alles für eine kontinuierliche, qualifizierte Aus- und Weiterbildung der Schiedsrichter tun wird.


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