VfB-Himmelsstürmer wollen Double: «Wollen Pokal»
Stuttgart (dpa) - 24.05.2007, 15:29 Uhr
Der Rasen des Berliner Olympiastadions werden für das Pokalfinale bearbeitet.
Voller Zuversicht bestieg Meister VfB Stuttgart das Flugzeug und schnupperte schon Berliner Luft, der 1. FC Nürnberg tankte hingegen bei den Familien im heimischen Frankenland Kraft für den Saison-Kehraus. Die Rollen vor dem 64. DFB-Pokalfinale sind klar verteilt. Eine Woche nach seinem Meistercoup hofft der VfB im Berliner Olympiastadion auf das erste Double in der 114-jährigen Vereinsgeschichte. «Wir wollten den Pokal von Anfang an und den wollen wir auch jetzt, wo wir Meister sind», sagte der Stuttgarter Robert Hilbert, erst zu Saisonbeginn vom «Club»-Rivalen Greuther Fürth gewechselt. 45 Jahre nach dem letzen Nürnberger Pokalsieg wagt sich einzig der nach Stuttgart wechselnder Torwart Raphael Schäfer aus der Deckung und macht seinem Team vor seinem letzten «Club»-Spiel Mut. «Es wird auch wieder Zeit für einen Außenseitersieg», sagt der 28-Jährige. Grund zur Hoffnung gibt trotz Personalsorgen die Statistik: Als einzige Bundesliga-Mannschaft siegte Nürnberg gegen den Meister zwei Mal (3:0/4:1). Doch von Angst-Gegner oder gar einem Club-Komplex will am Neckar keiner reden. «Das wird ein ganz anderes Spiel», meint VfB-Torwart Timo Hildebrand. Vor seinem Wechsel ins Ausland will sich der Nationaltorhüter mit einem weiteren Titel vom VfB verabschieden: «Das werden wir nicht noch einmal verlieren.»
Während VfB-Trainer Armin Veh («Als Meister sind wir Favorit») personell aus dem Vollen schöpfen kann, muss sein Nürnberger Kollege Hans Meyer noch einige Probleme lösen. Der tunesischen Nationalspieler Jaouhar Mnari leidet seit Wochen an Knieproblemen, den bereits noch länger verletzten Stürmer Robert Vittek hat der 64-Jährige «fast schon abgeschrieben». Beim letzten Training in Stuttgart konnte auch wieder Mittelfeldstratege Pavel Pardo das volle Programm absolvieren. Der Mexikaner hatte sich im Spiel gegen Energie Cottbus eine Prellung zugezogen. «Er hat die Erfahrung, die man in solchen Endspielen braucht», lobte Gomez einer der Stuttgarter Entdeckung. Zwar ist der Ivorer Arthur Boka nach seinem Rot-Sperre wieder spielberechtigt, doch wird der Schweizer Ludovic Magnin seinen Platz auf der linken Außenbahn behalten. |