Griff nach den Sternen: Stuttgart im Pokalfinale
Wolfsburg (dpa) - 19.04.2007, 10:03 Uhr
Stuttgarts Spieler lassen sich in Shirts «Wir fahren nach Berlin» von den Fans feiern.
Den Pokal zum Greifen nah, die Champions League im Blick und den Meistertitel im Hinterkopf: Der VfB Stuttgart hat am Ende einer für ihn sensationellen Saison noch alle Trümpfe in der Hand. «Den Pokal wollen wir gewinnen, wenn wir schon in Berlin sind. Die Bayern können kommen. Ich glaube und hoffe, dass wir sie schlagen», sagte Stürmer Cacau nach dem 1:0 (1:0) im Pokal-Halbfinale beim VfL Wolfsburg und vor dem vorentscheidenden Spitzenspiel in der Fußball-Bundesliga gegen den deutschen Rekordmeister aus München im Gottlieb-Daimler-Stadion. Cacau ging in Wolfsburg allerdings leer aus. Dem grenzenlosen Jubel über den schwer erkämpften Sieg tat dies aber keinen Abbruch. «Wir sind eine Mannschaft, in der einer für den anderen einsteht», betonte der 26 Jahre alte Brasilianer und hätte Matchwinner Antonio da Silva wie alle seine Kollegen wohl am liebsten auf Händen aus der mit über 29 000 Zuschauern fast ausverkauften Volkswagen Arena getragen.
Der Schütze des Siegtores, der bereits nach 16 Minuten mit einem sehenswerten Freistoß die Entscheidung besorgte, verließ den Rasen mit der Genugtuung, einen ganz wichtigen Treffer für seinen Verein erzielt zu haben. «Ich gönne ihm dieses Erlebnis. Antonio hatte es zuletzt nicht immer leicht», befand VfB-Manager Horst Heldt überglücklich wie alle Stuttgarter angesichts der Möglichkeit, den DFB-Pokal zum vierten Mal nach Schwaben zu holen. «Ich glaube, jedes Kind, das Fußball spielt, möchte einen großen Titel gewinnen. Nun haben wir die Chance dazu. Die dürfen wir uns nicht entgehen lassen», forderte da Silva. Bevor der Brasilianer und seine Kameraden die Berlin-Berlin-Gesänge anstimmen konnten, hatten sie allerdings ein hartes Stück Arbeit zu verrichten. Der in der Offensive arg geschwächte VfL, der auf seine verletzten Torjäger Mike Hanke und Diego Klimowicz verzichten musste, ließ nichts unversucht, um doch noch die Wende zu schaffen. «Vor allem bei Standards mussten wir auf der Hut sein. Insgesamt haben wir hinten aber sehr gut gestanden», lobte VfB- Trainer Armin Veh seine Defensivabteilung um die überragenden Innenverteidiger Fernando Meira und Matthieu Delpierre. |