Jubel löste der Stuttgarter Erfolg derweil in Nürnberg aus. Da der VfB über seine Liga-Platzierung sicher in den Europapokal einziehen dürfte, ist den Franken auch bei einer Finalniederlage die Teilnahme am UEFA-Pokal praktisch sicher. Beflügelt durch die ungewohnt große Kulisse in der heimischen Arena versuchten die Wolfsburger trotz großer Offensivsorgen nach den Verletzungen von Mike Hanke und Diego Klimowicz zunächst das Spiel zu bestimmen. Gefahr für das Tor von VfB-Schlussmann Timo Hildebrand konnte aber weder die einzige verbliebene Spitze, Isaac Boakye, noch der hinter dem Ghanaer postierte Marcelinho ausstrahlen. Mit der reiferen Spielanlage gingen die Stuttgarter zu Werke. Nach einem Foul von Kevin Hofland an Roberto Hilbert zirkelte da Silva den Freistoß aus gut 25 Metern genau ins untere rechte Toreck. Der erste Treffer des im Sommer vom FSV Mainz 05 verpflichteten Mittelfeldmanns gab den Schwaben noch mehr Selbstvertrauen. Besonders Cacau, dem im Angriff der Schweizer Marco Streller zur Seite stand, war beweglich und meist einen Schritt schneller. Da Silva bot sich in der 33. Minute die Chance zum 2:0, doch der 28-Jährige traf den Ball nicht richtig. So sehr sich Wolfsburg kämpferisch mühte, Stuttgart ging auch in der Defensive absolut abgeklärt zu Werke. Nur einmal konnte Jacek Krzynowek nach Pass von Marcelinho gefährlich flanken. Ludovic Magnin rettete aber gerade noch vor dem zum Torschuss bereiten Cedrick Makiadi (38.). Wolfsburg begann die zweite Halbzeit mit Offensivgeist, hatte bei der Abseitsentscheidung aber Pech. Ein vermeintlicher regulärer Treffer von Marcelinho (52.) wurde von Schiedsrichter Wolfgang Stark nicht anerkannt. Auf der Gegenseite bot sich Cacau (60.) die große Chance zur Vorentscheidung. Wolfsburg ließ sich nun aber vom VfB nicht mehr beeindrucken und drückte auf den Ausgleich. Zum Schluss beorderte Trainer Klaus Augenthaler sogar noch Verteidiger Alexander Madlung ins Sturmzentrum. Einzige Chance blieb aber ein Freistoß von Marcelinho (85.), der über das Tor ging.
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