Nürnberg nach Gala im Finale: 4:0 gegen Frankfurt
Nürnberg (dpa) - 17.04.2007, 22:41 Uhr
Die Nürnberger Spieler feiern den Einzug ins DFB-Pokal-Finale.
45 Jahre nach ihrem letzten Pokal-Triumph greifen die Überflieger des 1. FC Nürnberg wieder nach dem «Pott». Nach einer Fußball-Gala setzte sich der erste Sieger der deutschen Cup-Historie verdient 4:0 (2:0) gegen den Vorjahres-Finalisten Eintracht Frankfurt durch. Die Franken zogen damit als erstes Team in das Endspiel ein. Dort wird am 26. Mai in Berlin der Sieger der zweiten Vorschlussrunden-Partie zwischen dem VfL Wolfsburg und dem VfB Stuttgart der Gegner sein. 47 000 Zuschauer im ausverkauften Nürnberger Stadion ließen nach dem Tor-Festival von Marco Engelhardt (3. Minute), Ivan Saenko (25.), Tomas Galasek (54.) und Chhunly Pagenburg (89.) die fränkische Seele hochkochen. Denn der FCN hat sich mit dem Berlin-Ticket nicht nur eine zweite UEFA-Cup-Qualifikationschance verschafft, sondern zudem an den unter Wert geschlagenen Hessen auch noch Revanche für den im Vorjahr erlittenen Achtelfinal-Pokal-K.o. genommen.
«Wir wollten unbedingt ins Finale kommen und haben es, glaube ich, auch verdient geschafft», jubelte FCN-Abwehrspieler Andreas Wolf. Dagegen war Frankfurts Stürmer Ioannis Amanatidis total frustriert: «Fußball kann grausam sein. Wenn man die Anzahl an Torchancen sieht, waren wir sicher nicht schlechter.» Sein Coach Friedhelm Funkel stellte dagegen unumwunden fest: «Die Nürnberger waren klar besser.» Die wieder mit Glauber im Abwehrzentrum angetretenen Hausherren hatten wie schon am Samstag in der Bundesliga gegen Aachen (1:0) einen Auftakt nach Maß - gleich der erste Angriff führte zur Führung. Eintracht-Schlussmann Oka Nikolov konnte eine Hereingabe von Saenko nur nach vorne abwehren und Engelhardt drosch den Ball mitten ins Tor. Die Gäste, die in Naohiro Takahara (Rückenprobleme) ihren mit vier Treffern erfolgreichsten Pokal-Torschützen durch Michael Thurk ersetzen mussten, zeigten sich vom frühen Rückstand aber keineswegs geschockt. Sie initiierten ihrerseits gefährliche Angriffe und leisteten somit ihren Beitrag zu diesem abwechslungsreichen Spiel. |