VfL und VfB vor Pokal-Halbfinale mit kühnen Träumen
Stuttgart (dpa) - 17.04.2007, 14:54 Uhr
Thomas Hitzlsperger laboriert immer noch an einer Oberschenkelzerrung.
Bevor eine der beiden Mannschaften beim DFB-Pokal-Halbfinale aus allen Wolken fällt, dürfen der VfL Wolfsburg und der VfB Stuttgart in den kühnsten Träumen schwelgen. «Wir wollen Geschichte schreiben», sagte VfL-Kapitän Kevin Hofland angesichts der Möglichkeit, mit einem Endspielsieg am 26. Mai in Berlin den ersten Titel überhaupt für den Volkswagen-Club holen zu können. Die Schwaben können beim Duell der beiden Bundesligisten sogar ihre kleine Chance auf das «Double» wahren - und sich für den Schlager gegen den FC Bayern München warm schießen. «Die Mannschaft hat unheimlich viel erreicht und kann jetzt die entscheidenden Schritte machen», sagte VfB-Teammanager Horst Heldt. Den Begriff der «Woche der Wahrheit» wollte Trainer Armin Veh indes nicht überstrapazieren: «Das ist die Woche der Wahrheit, weil wir zuvor in den Monaten der Wahrheit so gut gespielt haben», erklärte er. «Natürlich ist das eine ganz wichtige Woche, aber es ist nicht so, dass es nur noch diese beiden Spiele gibt.» Für seine junge Mannschaft hat er die Parole ausgegeben: «Nicht verkrampfen!» Eine gewisse Lockerheit sei nötig, es gehe ja nicht um Leben oder Tod.
Der dreimalige DFB-Pokalsieger aus Stuttgart (1954, '58, '97) hat im Meisterschaftsrennen sogar Zuspruch von Franz Beckenbauer erhalten. «Der VfB könnte noch der lachende Dritte sein», schrieb der «Kaiser» in seiner «Bild»-Kolumne. Während in Stuttgart alles schon vom Südgipfel spricht, versucht Veh diese Partie noch von den Spielern fernzuhalten: «Ich glaube schon, dass es uns gelingt, nicht daran zu denken, was am Samstag ist.» Vor der Pokalpartie bangt der VfB um den Einsatz der verletzten Nationalspieler Thomas Hitzlsperger (Oberschenkelzerrung), Verteidiger Serdar Tasci und Angreifer Benjamin Lauth (beide Achillessehnenbeschwerden). Wolfsburg muss wieder auf Nationalstürmer Mike Hanke (Knöchelverletzung) sowie die angeschlagenen Offensivspieler Diego Klimowicz und Juan Carlos Menseguez verzichten. Die Niedersachsen waren 1995 als Zweitligist im Finale, verloren aber gegen Borussia Mönchengladbach 0:3. |