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Bayer rutscht tiefer in Krise: Aus in Duisburg

Duisburg (dpa) - 25.10.2006, 21:59 Uhr

Die Duisburger Tararache, Weber, Bodzek, Mokhtari und Caligiuri (l-r) jubeln.
Die Duisburger Tararache, Weber, Bodzek, Mokhtari und Caligiuri (l-r) jubeln.

Bayer 04 Leverkusen rutscht immer tiefer in die Krise. Mit einem 2:3 (2:2, 1:2) in der Verlängerung flog der UEFA-Cup-Teilnehmer beim Bundesliga-Absteiger MSV Duisburg aus dem DFB-Pokal.

Für den K.o. von Bayer, das nach zwei Niederlagen in der Fußball-Bundesliga nur Tabellen-14. ist, sorgten vor 16 139 Zuschauern in der 113. Minute Klemen Lavric. Zuvor hatten für die Platzherren Youssef Mokhtari (5.) und Mohamadou Idrissou (30.) getroffen. Die Tore für die Gäste schossen Tranquillo Barnetta (20.) und Simon Rolfes (83.). Der MSV nutzte das erste Heimspiel im DFB-Pokal seit knapp sechs Jahren zur Werbung in eigener Sache.

Bei den Leverkusenern war auch mit dem nach seiner Gelb-Sperre zurückgekehrten Kapitän Carsten Ramelow kein sportlicher Aufschwung erkennbar. Viel Krampf und wenig Kampf prägten die Spielweise der Gäste, bei der sich einmal mehr die Abwehr als Schwachpunkt erwies.

Einen rabenschwarzen Tag erwischte Karim Haggui: In der 5. Minute ließ er Mahamadou Idrissou (5.) ungehindert zum Schuss kommen, so dass Mokhtari den Abpraller von der Latte zum 1:0 verwerten konnte. Mit einem weiteren Patzer nach einer halben Stunde wurde der Tunesier dann auch noch zum Wegbereiter zum 2:1. Für Bayer-Coach Michael Skibbe Grund genug, ihn in der Pause gegen Ahmed Madouni auszuwechseln. Den Ausgleich erzielte nach einem genialen Pass von Bernd Schneider der Schweizer Barnetta. Er hätte in der 59. Minute sein zweiten Tor machen müssen, traf aber aus kurzer Distanz nur die Latte, wie zehn Minuten zuvor Idrissou auf der Gegenseite.

Die Duisburger unterstrichen mit ihrer starken Leistung, dass der Wiederaufstieg in die Bundesliga kein Wunschtraum bleiben muss. Dabei hatte MSV-Trainer Rudi Bommer gleich drei Stammkräfte in der Defensive des Tabellenvierten der 2. Liga zu ersetzen. Deshalb musste er auch den niederländischen Neuzugang Quido Lanzaat trotz fehlender Spielpraxis erstmals als Innenverteidiger aufbieten.

Für viele gefährliche Situationen vor dem Bayer-Tor sorgte die Sturm-Abteilung der Duisburger um den quirligen Idrissou. In der 67. Minute hätte Adam Bodzek für die Vorentscheidung sorgen können, doch statt nach einem von Leverkusens Schlussmann Jörg Butt abgewehrten Schuss noch einmal selbst zu schießen, passte er zu dem Abseits stehenden Klemen Lavric. Stattdessen köpfte Rolfes sieben Minuten vor Spielende zum 2:2 ein und erzwang so die Verlängerung. Zwei Minuten vor dem Abfiff gelang Lavric dann doch noch der verdiente Siegtreffer.


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