Magath gibt Pokalfinale als Zielvorgabe
München (dpa) - 24.10.2006, 14:03 Uhr
Felix Magath geht im Weser-Stadion zur Trainerbank,die den Schriftzug «we win» trägt.
Die Bremen-Pleite im Hinterkopf, den 1. FC Kaiserslautern vor der Brust: Double-Gewinner FC Bayern München will sich keine weitere Blöße geben und die makellose DFB-Pokalserie unter Trainer Felix Magath fortsetzen. «Wir werden jetzt sehen, wie die Mannschaft reagiert. Ich denke, dass wir alle das große Ziel Pokalfinale haben», sagte Magath vor der Partie gegen Kaiserslautern, in der er seinen 14. Sieg im Cup-Wettbewerb nacheinander feiern will. Eine Rehabilitation für das 1:3 in Bremen sei aber nicht möglich, da es gegen einen Zweitligisten gehe: «In sofern können wir nicht viel Lob dafür ernten.» Auch Gäste-Coach Wolfgang Wolf glaubt, dass die Bayern nach dem schlechtesten Liga-Start seit 13 Jahren «hochmotiviert» sind. «Das Ergebnis von Bremen schmeckt uns natürlich nicht. Die Bayern können sich im Pokal nicht noch eine Schlappe leisten», meinte der Trainer der Pfälzer.
Und in der Tat müssen die Bayern nach zuletzt drei Auswärtsniederlagen in der Liga einen überzeugenden Pokal-Auftritt hinlegen, wenn in München nicht noch mehr Unruhe aufkommen soll. «Jetzt wieder ein Theater anzufangen, wäre nicht okay», befand Nationalspieler Lukas Podolski, der gegen den FCK «keine Probleme» erwartet. Doch der eklatante Unterschied zwischen den glänzenden Darbietungen in der Champions League und den teilweise dürftigen Darbietungen auf nationaler Ebene hat auch den Trainer ins Grübeln gebracht. «Dass die Situation nicht schön ist, steht außer Frage», räumte Magath ein. Weitaus komfortabler ist die Situation bei den Gästen. Als Tabellendritter der 2. Liga rangieren die «Roten Teufel» erstmals in dieser Saison auf einem Aufstiegsplatz. Und mit dem 1:0-Sieg beim Bayern-Lokalrivalen TSV 1860 München haben sie eine glänzende Generalprobe für den Pokal-Klassiker in der Allianz Arena gefeiert. «Wir wollen die München-Woche erfolgreich abschließen», kündigte Jung-Star Daniel Halfar forsch an. «Wir haben den ersten Sieg vorgelegt, jetzt wollen wir natürlich den zweiten.» |