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Ratlosigkeit bei Bielefeld nach 1:2 in Pfullendorf

Pfullendorf (dpa) - 11.09.2006, 12:05 Uhr

Die Pfullendorfer freuen sich über ihren Sieg in der 1. Runde des DFB-Pokals.
Die Pfullendorfer freuen sich über ihren Sieg in der 1. Runde des DFB-Pokals.

Ausgerechnet vor dem Spiel gegen den FC Bayern München hat Arminia Biefeld mit dem Pokal-Aus beim SC Pfullendorf sein Selbstvertrauen weiter demoliert.

«Pfullendorf wird heute wohl noch einen ganz tollen Tag haben - wir morgen und übermorgen nicht», prophezeite Trainer Thomas von Heesen nach der 1:2 (0:0)-Niederlage seinen Profis ein paar ungemütliche Trainingseinheiten.

Dass von Heesen «die Begeisterung und Willensstärke» des Tabellenelften der Regionalliga Süd lobte, war nicht nur eine Höflichkeitsfloskel. Die Südbadener gewannen vor 4022 begeisterten Zuschauern nach Toren von Ivica Lucic (51. Minute) und Patrick Hagg (71.) verdient. «Wir konnten die Unsicherheit der letzten Wochen nicht abschütteln», räumte der Coach der Ostwestfalen ein.

Als Bundesliga-16. wartet die Arminia noch auf den ersten Sieg und der Auftritt im Alno-Stadion machte wenig Hoffnung auf Besserung. «Wir waren nicht in der Lage spielerische Mittel zu finden, um Pfullendorf in Verlegenheit zu bringen», sagte von Hessen und stellte damit seiner Mannschaft ein Armutszeugnis aus.

Während die Bielefelder mit langen Gesichtern zum Bus schlichen, feierten die Pfullendorfer den größten Erfolg ihrer 87-jährigen Vereinsgeschichte. Die frechen Amateure - gar nicht abergläubisch - hatten bereits vor der Partie jede Menge T-Shirts verkauft mit der Aufschrift: «DFB-Pokal. 10.09.2006. Alno-Arena. SC Pfullendorf - Arminia Bielefeld. Das Wunder vom Linzgau?» Nach dem Coup strichen die Fans einfach das Fragezeichen durch und malten ein dickes Ausrufezeichen auf den Stoff.


Trainer Michael Feichtenbeiner kennt sich aus im Umgang mit Pokal- Überraschungen: Der 46-Jährige warf bereits 2000 mit den Stuttgarter Kickers die Arminia aus dem Pokal und war mit seinem damaligen Arbeitgeber bis ins Halbfinale vorgestoßen. In seiner Trainerkarriere hat der frühere Coach des SV Darmstadt 98, Rot-Weiß Erfurt und Sportfreunde Siegen mittlerweile fünf Mal einen Bundesligisten ausgeschaltet.

«Ich habe eben immer die richtige Mannschaft», erklärte Feichtenbeiner. «Ich habe da keinen Voodoo-Zauber bemüht und auch keinen Adler in der Kabine aus dem Hut gezaubert. Die Mannschaft ist über sich hinausgewachsen.»

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