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Leverkusen im Glück: Sieg erst im Elfmeterschießen

Koblenz (dpa) - 10.09.2006, 11:24 Uhr

Der Koblenzer Kenan Sahin (r) setzt sich gegen den Leverkusener Juan durch.
Der Koblenzer Kenan Sahin (r) setzt sich gegen den Leverkusener Juan durch.

Nach dem knappen Erfolg atmete Bayer Leverkusens Trainer Michael Skibbe tief durch. Erst im Elfmeterschießen hatte sich der Fußball-Bundesligist gegen Zweitliga-Aufsteiger TuS Koblenz mit 3:1 durchgesetzt und den drohenden K.o. in der 1. Runde des DFB-Pokals abgewendet.

«Ich bin froh und glücklich, dass wir das Spiel gewonnen haben. Für unser Selbstvertrauen im Hinblick auf Sion war es ganz wichtig, dass wir hier unbeschadet durchgekommen sind, denn bei einer Niederlage hätten wir uns eine Menge Kritik eingehandelt», stellte Skibbe fest.

Fünf Tage vor dem Erstrunden-Hinspiel im UEFA-Pokal wurde Bayer vom Außenseiter in einem packenden Pokal-Fight voll gefordert und an den Rand einer Niederlage gebracht. Nach der regulären Spielzeit hatte es 1:1 gestanden, nach 120 Minuten 2:2. Vor 12 050 Zuschauern brachte Evangelos Nessos (53. Minute) die Gastgeber in Führung, die Brasiliens Nationalspieler Juan (58.) egalisierte. Auch in der Verlängerung schossen die Hausherren durch Kenan Sahin (104.) das erste Tor, ehe Bernd Schneider (115.) den Favoriten ins Elfmeterschießen rettete und vor dem Aus bewahrte.

Vom Punkt versagten den aufopferungsvoll kämpfenden und defensiv hervorragend organisierten Gastgebern die Nerven. Goran Sukalo scheiterte an Bayer-Torwart Hans-Jörg Butt, Frank Wiblishauser traf nur die Latte und Rüdiger Ziehl hämmerte den Ball über das Tor. Für Leverkusen waren Schneider, Simon Rolfes und Paul Freier erfolgreich. «Wir haben im Training Elfmeter geübt, da waren sie noch alle drin. Ich bin dennoch stolz auf die Jungs, denn sie haben gut Fußball gespielt und waren gleichwertig. Mein Kompliment für ihr Engagement und ihre Spielweise», lobte TuS-Trainer Milan Sasic.

Noch in der 120. Minute war die Sensation für den Gastgeber zum Greifen nahe gewesen, als zwei Koblenzer Spieler allein auf Butt zusteuerten. Doch Sahin passte den Ball hoch und ungenau auf den mitgelaufenen Ziehl, der dadurch nicht zum Abschluss kam. «Ich hätte flach spielen müssen. Scheiße», fluchte Sahin. Skibbe bezeichnete die Szene als einzigen Makel: «Das darf einfach nicht passieren. Koblenz war über 120 Minuten ein ebenbürtiger Gegner und hat uns alles abverlangt.»


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