St. Pauli will sich mit Pokalerlös konsolidieren
Hamburg (dpa) - 07.02.2006, 16:26 Uhr
Schwedens Spieler freuen sich über die erfolgreiche WM-Qualifikation.
Der FC St. Pauli will die Einnahmen aus dem DFB-Pokal zu einer langfristigen finanziellen Gesundung nutzen. «Wir werden auf Grund der jüngsten Pokalsituation in der Lage sein, den Verein wirtschaftlich anders zu führen», sagte der Vizepräsident, Marcus Schulz. Zum Jahreswechsel drückten den Regionalligisten noch Verbindlichkeiten in Höhe von knapp 2,6 Millionen Euro, davon fast eine Million Euro Steuerschulden. Mit Hilfe der Erlöse aus den Spielen gegen Hertha BSC Berlin, Werder Bremen und dem Halbfinale gegen Bayern München (11. April) sollen zunächst die Verbindlichkeiten um rund eine Million Euro auf 1,6 Millionen Euro gesenkt werden. Anschließend will der Verein bis zum Sommer ein System entwickeln, das die wirtschaftliche Planung und das Erkennen von Risiken erleichtern soll. «Wenn der Pokal mehr als ein Strohfeuer sein soll, müssen wir uns auch Gedanken machen, wie mit dem Geld in Zukunft umgegangen wird», sagte Schulz.
Für die kommende Spielzeit kündigte Schulz einen Etat an, der erstmals in der Regionalliga ohne Sondererlöse auskommt. Wie in der laufenden Spielzeit soll der Etat für die Mannschaft bei rund 2,5 Millionen Euro liegen. Auch für den Fall des Aufstiegs sieht sich der Club gerüstet. Mit Sportchef Holger Stanislawski hat Schulz bereits die Eckdaten für die 2. Bundesliga festgelegt. «Stani hat gesagt, wie viel er braucht, und das ist drin», sagte Schulz. Laut Schulz hat der Verein auch ohne die jüngsten Pokalerfolge seine Verbindlichkeiten seit dem 30. Juni 2005 um rund 650 000 Euro abgebaut. Insgesamt sei es durch den Konsolidierungskurs der vergangenen zwei Jahre gelungen, die Lage beim FC St. Pauli zu stabilisieren. «Wir sind auf dem Weg einer sehr ernsthaften finanziellen Gesundung», sagte Schulz.
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