3:1 bei den «Löwen»: Eintracht im Halbfinale
München (dpa) - 25.01.2006, 21:31 Uhr
Ioannis Amanatidis (r) wird nach seinem Tor von Christoph Preuß beglückwünscht.
Eintracht Frankfurt hat zum ersten Mal seit 13 Jahren wieder das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht und der Aufbruchstimmung beim TSV 1860 München einen Dämpfer versetzt. Tore des eingewechselten Ioannis Amanatidis (78.) und von Alexander Meier (90.+3) sicherten dem Bundesliga-Zehnten einen verdienten 3:1 (1:1)-Sieg bei den «Löwen», die drei Tage nach der Trennung von Trainer Reiner Maurer vergeblich auf ein Erfolgserlebnis hofften. Vor 24 000 Zuschauern in der Allianz Arena war Francisco Copado in der 20. Minute der Ausgleich gelungen, nachdem Stefan Reisinger (11.) die von Interimscoach Bernhard Trares betreuten Sechziger in Führung gebracht hatte. «Ich bin überglücklich, dass wir den Einzug ins Halbfinale geschafft haben. Dieser Sieg war verdient, aber Riesenkompliment an 1860», sagte Eintracht-Trainer Friedhelm Funkel. Sein Gegenüber Trares ärgerte sich darüber, dass die Führung so schnell verspielt wurde: «Der Ausgleich ist zu früh gefallen. Es wäre eine Riesenchance gewesen, endlich wieder ein positives Feeling zu haben.»
Von einem Klassenunterschied zwischen der Eintracht und den «Löwen», die zuletzt 1966 im Pokal-Halbfinale standen, war auf tiefem Boden nichts zu sehen. Die technischen Vorteile des Bundesliga- Aufsteigers machten die Sechziger mit großem Einsatz wett. Der nach seiner Gelb-Sperre ins Team zurückgekehrte Rodrigo Costa engte die Kreise von Eintracht-Spielmacher Meier meist wirkungsvoll ein. Unter den kritischen Blicken ihres neuen Trainers Walter Schachner begannen die zuletzt vor heimischem Publikum enttäuschend schwachen «Löwen» forsch und bissig. Schon in der 2. Minute verhinderte Oka Nikolov gegen den Münchner Neuzugang Steffen Hofmann einen drohenden Rückstand. Gegen das erste Tor von Stefan Reisinger im 1860-Dress war aber auch der Eintracht-Schlussmann machtlos. Der frühere Burghausener hatte nach einem kapitalen Schnitzer von Christoph Preuß freie Schussbahn. Doch nur neun Minuten später machte Preuß seinen Fehler wieder gut, als er Copado mustergültig bediente und der ehemalige Unterhachinger zum 1:1 traf. |