Funkel siegessicher - «Löwen» ohne neuen Trainer
Frankfurt (dpa) - 24.01.2006, 15:27 Uhr
Friedhelm Funkel beobachtet 2005 ein Spiel seines Teams von der Seitenlinie.
Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt will die «Löwen» erstmals im DFB-Pokal besiegen, der TSV 1860 München nach turbulenten Tagen wieder für sportliche Schlagzeilen sorgen. Auf das Viertelfinale in der Münchner Allianz Arena hat der Trainerwechsel bei den «Löwen» nach Ansicht von Eintracht-Coach Friedhelm Funkel keine Auswirkung. «Co-Trainer Bernhard Trares kennt die Mannschaft gut genug», sagte Funkel und sprach damit eine paradoxe Situation bei der Zweitliga-Truppe an. Walter Schachner ist als neuer Trainer schon verpflichtet, sitzt aber nur als Zuschauer auf der Tribüne. Sein künftiger Assistent Trares ist für Aufstellung und Einstellung verantwortlich. «Der kennt die Mannschaft besser als ich», sagte Schachner. Seit mehr als zehn Jahren stand die Eintracht nicht mehr im Halbfinale, bei den «Löwen» ist es sogar schon 39 Jahre her. «1860 hat eine sehr gute Mannschaft und wird aufsteigen. Aber das Pokalspiel werden wir gewinnen», sagte Funkel, der auf seine Bestbesetzung zurückgreifen kann. Zur optimalen Vorbereitung sagte er den Besuch der Mannschaft beim Pokalspiel zwischen dem FC Bayern und dem FSV Mainz ab. Der Grund: Es ist zu kalt.
Drei Tage vor dem Rückrunden-Auftakt gegen Bayer Leverkusen in der Bundesliga wollen die Hessen das Viertelfinale nicht zum Experimentieren und Einstimmen nutzen, sondern mit aller Macht ins Halbfinale vorstoßen. Der viermalige Pokalsieger, der den Münchnern im Vorjahr den Erstliga-Aufstieg vor der Nase wegschnappte, träumt von einem fünften Titel. «Wir sind auf den Punkt topfit», präsentierte sich Funkel voller Selbstvertrauen. Durch die plötzliche Trainerentlassung von Reiner Maurer bei den «Löwen» und die schnelle neue Lösung fand der Pokalauftritt in München nicht die verdiente Aufmerksamkeit. «Das Spiel mag ein bisschen untergehen», gab auch Trares zu. «Aber für die Mannschaft zählt nur: Wie kann man das schaffen.» Außer dem angeschlagenen Angreifer Michal Kolomaznik sind alle Spieler einsatzbereit. Auch der wiedergenesene Ex-Frankfurter Torben Hoffmann könnte zum Einsatz kommen. |