Magath warnt vor kessen Mainzern
München (dpa) - 23.01.2006, 16:03 Uhr
Felix Magath wird in Teheran nach einem Freundschaftsspiel von Journalisten befragt.
Nach 33 Tagen Winterpause eröffnet der FC Bayern München mit einer Pflichtaufgabe im DFB-Pokal seinen Großangriff auf drei Titel im WM-Jahr, doch der krasse Außenseiter FSV Mainz 05 will nicht nur ein Sparringspartner für den Cup-Verteidiger sein. «Warum sollen wir nicht in die nächste Runde einziehen?», fragte Trainer Jürgen Klopp kess. Der impulsive Fußballlehrer kündigte den Zuschauern in der eisigen Allianz Arena sowie vor den Fernsehschirmen augenzwinkernd einen Viertelfinal-Krimi an: «Hier riecht es nach einer Pokal-Sensation.» Felix Magath nahm die Klopp-Sprüche gelassen zur Kenntnis: «Was soll er denn sonst sagen? Er wollte halt nicht der 710. Trainer sein, der vor einem Spiel in München sagt, dass der FC Bayern Favorit ist und man sich nicht verstecken will», kommentierte der Bayern-Coach.
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Eine echte Überraschung wäre es in der Tat, wenn ausgerechnet die Mainzer den seit fast 14 Jahren in Pokal-Heimspielen ungeschlagenen Bayern zum Rückrundenstart einen herben Dämpfer verpassen könnten. Denn der Rekord-Pokalsieger hat in der womöglich erstmals nicht ausverkauften Allianz Arena den erneuten Einzug ins Halbfinale fest eingeplant. «Ich habe ein sehr gutes Gefühl. Die Mannschaft wird in Bestform auflaufen», verkündete Manager Uli Hoeneß optimistisch. Und Magath bemerkte angesichts der arktischen Temperaturen in München scherzhaft: «Bis zum Elfmeterschießen wollen wir es nicht kommen lassen - es ist ja kalt.» Rechtzeitig vor dem ersten Form-Check meldeten sich beim Bundesliga-Spitzenreiter nach Michael Ballack auch die zuletzt angeschlagenen Stammkräfte Oliver Kahn (Hand) und Lucio (muskuläre Probleme) einsatzbereit. Nach einer hervorragenden Vorrunde möchte Magath nun die Titel-Ernte einfahren. «Wir wollen möglichst in allen Wettbewerben ganz oben landen», kündigte er nach Meisterschaft und Pokalsieg im Vorjahr an. Er warnte sein Star-Ensemble aber auch vor den Mainzern: «Sie sind nun wirklich kein Sparringspartner.» |