Dresden zu Geldstrafe und Teilausschluss verurteilt

Frankfurt/Main (dpa) - 07.11.2016, 16:44 Uhr
Dresden zu Geldstrafe und Teilausschluss verurteilt
Im Pokalspiel gegen RB Leipzig wurde aus dem Fanblock Dynamo Dresdens ein Bullenkopf in den Innenraum geworfen. Foto: Thomas Eisenhuth

Nach dem Wurf eines abgetrennten Bullenkopfes während des Pokalspiels gegen RB Leipzig muss Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden eine Geldstrafe von 60 000 Euro zahlen und ein Zweitliga-Heimspiel unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit austragen.

Das entschied das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes am 7. November. Die Dresdener waren im Juli schon einmal zu einem Zuschauer-Teilausschluss auf Bewährung verurteilt worden. Diese Bewährung wurde nun aufgehoben.

«Das Gericht verkennt nicht, dass das Risikospiel gegen RB Leipzig aufgrund der Bemühungen des Vereins gewaltfrei abgelaufen ist», sagte der Vorsitzende Richter Hans E. Lorenz. «Gleichwohl zeigen mehrere Fälle nach dem Pokalspiel, dass Dynamo Dresden derzeit aufgrund des Verhaltens Teile seiner Anhänger keine günstige Prognose gestellt werden kann.» Dynamo kann jetzt binnen einer Woche eine Berufung vor dem DFB-Bundesgericht gegen dieses Urteil einlegen.

Nach Angaben der Dresdner Polizei waren sieben Menschen an dem Wurf des abgetrennten Bullenkopfes beteiligt gewesen. Sechs Personen hätten identifiziert werden können, hieß es am Montag in einer Mitteilung nach Abschluss der Ermittlungen. Die Männer aus Nordsachsen und Südbrandenburg im Alter von 16, 17, 21, 26, 28 und 34 Jahren müssten sich nun wegen einer Ordnungswidrigkeit verantworten.

Mitteilung des DFB

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