Bayern mit Respekt nach Aue - HSV peilt Finale an
Düsseldorf (dpa) - 25.10.2005, 13:40 Uhr
Der Münchner Trainer Felix Magath gestikuliert am Spielfeldrand.
Der FC Bayern München geht mit viel Respekt in das «David-gegen-Goliath-Spiel» beim FC Erzgebirge Aue. «Wir müssen uns auf eine hitzige Atmosphäre einstellen, das wird ein Hexenkessel», warnte Bayern-Chefcoach Felix Magath vor der Zweitrunden-Partie im DFB-Pokal. Der Bundesliga-Tabellenführer und 12-malige Pokalsieger nimmt die Begegnung beim Zweitligisten nicht auf die leichte Schulter. Magath reiste sogar nach Aue, um das Spiel gegen Greuther Fürth (1:1) zu beobachten. Schließlich erlebte der mächtige FC Bayern schon einige Pokal- Bauchlandungen: Am 4. Februar 2004 gab es im Viertelfinale bei Alemania Aachen (1:2) eine Niederlage und am 1. November 2000 eine Zweitrunden-Pleite beim 1. FC Magdeburg im Elfmeterschießen mit 2:4. Dennoch kündigte Magath Personaländerungen an, zumal Willy Sagnol, Sebastian Deisler und Zé Roberto angeschlagen sind. Dafür werden Michael Ballack und Martin Demichelis mit von der Partie sein. Wenig Illusionen macht man sich bei den Westsachsen. «Wir brauchen uns nichts vorzumachen: Natürlich sind wir nur krasse Außenseiter», sagte Aues Trainer Gerd Schädlich. Der Hamburger SV hätte nichts dagegen, im Finale am 29. April in Berlin auf die Bayern zu treffen. «Das ist für uns ein richtig tolles Ziel, und dementsprechend konzentriert gehen wir die Aufgabe an», sagte HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer vor dem Heimspiel gegen Bayer 04 Leverkusen; dann ist der in der Bundesliga gesperrte Rafael van der Vaart beim HSV wieder dabei. «Die haben eine Mega-Lauf, doch wir sind deshalb nicht chancenlos», meinte Bayer-Trainer Michael Skibbe. Zuletzt hatte sich sein brasilianisches Abwehr-Trio Athirson, Juan und Roque Junior als Achillesferse erwiesen. «In Hamburg muss unser Abwehr besser stehen. Wir dürfen van der Vaart nicht zum Schuss kommen lassen», forderte Skibbe nach dem 1:1 gegen den VfB Stuttgart.
Trotz der besten Saisonleistung der Schwaben will Giovanni Trapattoni das Team wieder umkrempeln. Torjäger Jon Dahl Tomasson, Andreas Hinkel und Silvio Meißner dürften zurückkehren. «Die Gefahr besteht, den Gegner zu unterschätzen. Wir müssen wie zuletzt gegen Leverkusen spielen: voll konzentriert und entscheidungsfreudig», forderte der «Maestro». Einen offenen Schlagabtausch erwartet Rostocks Trainer Frank Pagelsdorf gegen den VfB: «Sowohl Stuttgart als auch wir werden nicht defensiv spielen.» Arminia Bielefelds Coach Thomas von Heesen baut im Gegensatz zu «Trap» auf Kontinuität. Die Formation, die aus drei Ligaspielen sieben Punkte holte, soll gegen Energie Cottbus fast unverändert bleiben. Lediglich Spielmacher Fatmir Vata steht nach sechswöchiger Verletzungspause vor seinem Comeback. |