Bremen-Blamage beim 2:4 nach Verlängerung in Münster
Münster (dpa) - 19.08.2012, 18:34 Uhr
Matthew Taylor (2.v.l.) hatte für Preußen Münster das zwischenzeitliche 1:1 gegen Werder Bremen erzielt. Foto: Kevin Kurek
Werder Bremen ist fünf Tage vor dem Bundesliga- Auftakt bei Meister Borussia Dortmund noch weit von der Bestform entfernt und hat sich in die Reihe der Pokalversager eingereiht. Der sechsmalige Cup-Gewinner scheiterte am Sonntag wie im Vorjahr bereits in der ersten Runde des DFB-Pokals mit 2:4 (2:2, 1:0) nach Verlängerung beim Drittligisten Preußen Münster. Neuzugang Eljero Elia (45. Minute) und der eingewechselte Niclas Füllkrug (67.) hatten Werder in der regulären Spielzeit zweimal in Front gebracht. Doch der Amerikaner Matthew Taylor (54./82.) brachte die unermüdlich kämpfenden Münsteraner mit seinen Toren in die Verlängerung. Dort gelang Dimitri Nazarow in der 96. Minute der von den SCP-Fans unter den 18 000 Zuschauern im ausverkauften Preußen-Stadion vielumjubelte Treffer zum 3:2, Taylor (118.) sorgte für die Entscheidung. Den Preußen gelang damit im sechsten Pflichtspiel-Duell mit Bremen seit 1945 nicht nur der erste Sieg, sondern auch der erstmalige Einzug in die zweite Pokalrunde seit 1990. Der Bremer Sokratis sah in der Verlängerung noch die Gelb-Rote Karte.
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Werder-Coach Thomas Schaaf brachte im ersten Pflichtspiel der neuen Saison - abgesehen vom Liga-Cup - etwas überraschend Aleksandar Ignjovski und Kevin de Bruyne statt Lukas Schmitz und Marko Arnautovic. Neben dem Belgier de Bruyne standen in Stürmer Nils Petersen, Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie und Elia drei weitere Neuzugänge in der Bremer Startelf. Anders als der Bundesligist, der im Vorjahr in der ersten Runde in Heidenheim ausgeschieden war, absolvierten die Preußen bereits fünf Spieltage in der 3. Liga. Und dem Tabellen-Vierten merkte man an, dass er durch den guten Saisonstart Selbstbewusstsein getankt hat. Im insgesamt fünften Pflichtspiel gegen Bremen seit 1945 - von denen vier verloren gingen - dominierte das Team von Pawel Dotschew zunächst die Partie. Die besseren Chancen aber hatte zunächst Werder: Doch Bayern-Leihgabe Petersen scheiterte gleich zweimal freistehend am glänzend aufgelegten SCP-Schlussmann Daniel Masuch (12./26.). |