Eine Woche vor dem «Endspiel dahoam» in der europäischen Königsklasse will der FC Bayern gegen den souveränen Meister auch Schwung für das Duell mit dem FC Chelsea am 19. Mai nehmen. «Es ist schöner eine Woche zu haben, vor der du gewonnen hast», betonte Gomez. «Es ist keine Garantie, dass du das Champions-League-Finale gewinnst, aber du würdest Schwung mitnehmen», erklärte Schweinsteiger. Dagegen hat die Borussia einen Titel schon gewonnen. Nicht zuletzt deshalb wirkte Klopp jüngst deutlich entspannter als in den Wochen vor der Meisterkrönung. «Es ist doppelt schön, als Meister nach Berlin zu fahren. Wir nehmen die Schale mit. Dann haben wir nach dem Spiel auf jeden Fall etwas in der Hand», kommentierte der BVB-Coach die komfortable Ausgangslage. Anders als beim 1:2 gegen die Münchner vor vier Jahren geht die Borussia nicht als Außenseiter ins Finale. Schließlich rangierte der BVB in den vergangenen beiden Bundesliga-Jahren in der Abschlusstabelle zehn und acht Punkte vor dem Rekordmeister. Dennoch sieht BVB-Sportdirektor Michael Zorc den Revierclub nicht in der Favoritenrolle: «Wir werden nun nicht die nächsten zehn Spiele gegen München gewinnen. Es muss jedoch nicht gerade das fünfte sein, das wir verlieren.» Zumindest der Blick in die Historie des Wettbewerbs schürt die Münchner Zuversicht. Bereits achtmal hat der FC Bayern das Double gewonnen. Der Borussia ist dieses Kunststück in seiner 103-jährigen Geschichte dagegen noch nie gelungen. Bei einem Sieg am Samstag wäre der BVB nach München, Schalke, Köln und Bremen der fünfte Club, der binnen eines Jahres in Meisterschaft und Pokal triumphiert. «Das ist ein riesen Ansporn. Zumal der Pokal für den BVB in der Vergangenheit nicht gerade eine Erfolgsgeschichte war», sagte Zorc mit Verweis auf die dürftige Bilanz in diesem Wettbewerb. Alle Beteiligten erwarten einen ähnlich offenen Schlagabtausch wie vor einem Monat in Dortmund, als Arjen Robben den FC Bayern mit einem verschossenen Elfmeter in der Schlussphase um das mögliche 1:1 gebracht hatte. «Es treffen die beiden besten deutschen Mannschaften aufeinander, da entscheiden oft Kleinigkeiten», orakelte der Münchner Kapitän Philipp Lahm.
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