Bayern findet zu alter Stärke: 2:0 in Stuttgart
Stuttgart (dpa) - 08.02.2012, 22:47 Uhr
Mario Gomez (l) wird nach seinem Tor zum 2:0 von Alaba und Ribéry (r) gefeiert. Foto: Uli Deck
Der FC Bayern München hat zurück zu alter Stärke gefunden und souverän das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht. Das 2:0 (1:0) beim dankbaren Aufbaugegner VfB Stuttgart dürfte die in den vergangenen Tagen aufgekommene Unruhe in München erst einmal eindämmen. Franck Ribéry (30. Minute) und Mario Gomez (46.) schossen vor 57 500 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz-Arena die Treffer für die Bayern, im Blickpunkt stand aber auch noch ein anderer Star. Denn mit der Verletzung von Bastian Schweinsteiger mussten die Münchner den Pokal-Erfolg teuer bezahlen. Der Nationalspieler wurde nach einem Tritt von Georg Niedermeier auf den Knöchel bereits in der 5. Minute behandelt. Zwar konnte der 27-Jährige zunächst weiterspielen, doch nach einer Viertelstunde war für ihn endgültig Schluss. Nach Angaben von Sportdirektor Christian Nerlinger soll eine Untersuchung am Donnerstag in München Aufschluss über die Schwere der Blessur Schweinsteigers geben.
«Wir wollten ins Halbfinale, da sind wir. Ganz wichtig war die Art und Weise. Heute war ein erster Schritt. Es war noch nicht perfekt, aber so kann es weitergehen», bilanzierte Torschütze Gomez recht einseitige 90 Minuten. Auch Coach Jupp Heynckes war zufrieden: «Wir haben in der Defensive nichts zugelassen und wieder zügig nach vorne gespielt. Aus meiner Sicht haben wir sehr gut gespielt.» Die Gastgeber erkannten den verdienten Erfolg der Münchner an. «Uns hat heute ein bisschen der Mut gefehlt», gestand Stuttgarts Torhüter Sven Ulreich, der eine höhere Niederlage verhinderte. Nach dem Ausfall Schweinsteigers fehlte Coach Jupp Heynckes neben Arjen Robben, den er auf der Bank gelassen hatte, ein weiterer Spielgestalter - zu spüren war davon auf dem Rasen allerdings wenig. Nur 20 Minuten lang stand der Süd-Klassiker im Zeichen der Schwaben, während sich die Bayern trotz der mahnenden Worte ihres Trainers zunächst ähnlich einfallslos präsentierten wie in den vergangenen Wochen. Beim Kopfball von Winter-Einkauf Vedad Ibisevic (10.) lag sogar die Führung für den VfB in der Luft, bei dem Coach Bruno Labbadia vier gelernte Stürmer aufgeboten hatte. |