Dieses Argument lässt Milliardär Hopp als Gesellschafter und Vorsitzender des Beirates in Personalunion jedoch nur teilweise gelten. «Unser Etat ist gutes Mittelfeld. Wir haben nicht nur Spieler verloren, es sind auch Neuzugänge gekommen. Alle wussten doch, was uns erwartet. Dass uns Chinedu Obasi und Vedad Ibisevic wahrscheinlich verlassen würden, war schon im Sommer abzusehen. Da muss man sich drauf einstellen», erklärte Hopp. Die dürftigen Auftritte wie zuletzt beim 2:2 gegen den FC Augsburg haben nicht nur bei ihm die Frage aufkommen lassen, ob «die Spieler die Köpfe frei haben» oder ihnen vielleicht die Kraft fehlt. Der Druck auf Stanislawski ist jedenfalls so groß, dass der Coach seine zuvor von ihm noch heftig kritisierten Profis am Dienstag aus der Schusslinie nahm. «Ich führe keinen zur Schlachtbank», sagte der Coach. Von den angekündigten Wechseln in der Startformation war keine Rede mehr. «Wir müssen abwarten, wer spielt», erklärte Stanislawski ungewohnt wortkarg. Fakt ist, dass Stanislawski bislang nicht für die erhoffte Aufbruchstimmung sorgen konnte. Vielmehr verweigern ihm Teile der Mannschaft bei der taktischen Umsetzung die Gefolgschaft. Dies ist auch dem Manager nicht verborgen geblieben: «Wenn sich drei beim Pressing verweigern, geht nichts mehr.» Den Trainer stellt er deshalb aber (noch) nicht infrage. «Stani ist sehr emotional, deshalb haben wir ihn geholt. Er macht einen tollen Job», sagte Tanner. Auch Torhüter Tom Starke stellte sich vor Stanislawski: «Wir mögen ihn alle sehr und wollen weiter mit ihm arbeiten. Wir haben einiges gutzumachen.»
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