Zuvor hatte es dem BVB zwei Tage nach der Auszeichnung als «Mannschaft des Jahres» - gehandicapt durch die vielen Ausfälle - vom Anpfiff weg an Kreativität und Präzision im Spiel nach vorne gemangelt. Neben den Langzeitverletzten Neven Subotic, Sven Bender, Moritz Leitner und Mario Götze fehlten auch Marcel Schmelzer und Felipe Santana. Beim Aufwärmen musste schließlich noch Shinji Kagawa wegen Magenproblemen passen, so dass der BVB ohne Sieben antrat. Und als wäre die Personalsituation nicht schon pikant genug, schwächten sich die Gäste durch einen frühen Platzverweis noch zusätzlich. Patrick Owomoyela sah in der 34. Minute wegen wiederholten Foulspiels zurecht die Gelb-Rote Karte von Schiedsrichter Manuel Gräfe. Der Wintermeister der 2. Bundesliga merkte spätestens nach der Hinausstellung des früheren Nationalspielers, dass kein übermächtiger Gegner auf dem Feld stand. Vor allem die Borussen-Offensive um den für Kagawa in die erste Elf gerückte Lucas Barrios blieb blass. Dem abwanderungswilligen Nationalspieler Paraguays war die mangelnde Spielpraxis deutlich anzumerken. Mit einem harmlosen Kopfball (4.) hatte Düsseldorfs Torwart Michael Ratajczak keine Probleme. Den Fernschuss von Robert Lewandowski (25.) parierte er mit etwas mehr Mühe. Auf der anderen Seite zeigten sich Lambertz (27.) und Sascha Rösler (36.) in Offensivlaune, scheiterten aber an Weidenfeller. Nach dem Wechsel wurden die Gastgeber noch mutiger, das letzte Aufgebot der Dortmunder bekam immer größere Probleme mit dem formstarken Aufstiegsanwärter. In der Verlängerung hätte beinahe Lukasz Pisczek (98.) mit einem Flugkopfball an den eigenen Pfosten für die ungewollte Entscheidung gesorgt. Der eingewechselte BVB-Profi Florian Kringe (107.) zögerte im Strafraum zu lange mit dem Abschluss und auf der Gegenseite war Weidenfeller gegen Bröker (117.) zur Stelle, so dass die unverdrossen weiterfeiernden Zuschauer keine Tore mehr zu sehen bekamen - bis zur Entscheidung im Elfmeterschießen.
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