Dynamo-Chef Oppitz: «Warten Urteilsbegründung ab»
Dresden (dpa) - 25.11.2011, 12:19 Uhr
Beim Pokalspiel in Dortmund am 25. Oktober hatten Dresdner Fans für schwere Ausschreitungen gesorgt. Foto: Bernd Thissen
Nach dem Pokal-Ausschluss für die kommende Saison will Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden die nächsten juristischen Schritte prüfen. «Wir haben das Urteil des DFB-Sportgerichts am Donnerstagabend mit großer Enttäuschung zur Kenntnis genommen. Wir warten jetzt die schriftliche Urteilsbegründung ab und beraten uns dann intensiv und in aller Ruhe mit unserem Rechtsanwalt Christoph Schickhardt, wie wir darauf reagieren werden», erklärte Dynamo-Geschäftsführer Volker Oppitz. Bei den Fans löste das Urteil des Sportgerichts des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Unverständnis aus. «Ich finde das Urteil unfair gegenüber den anderen Vereinen wie Hansa Rostock, bei denen es am vergangenen Wochenende zu extremen Ausschreitungen kam. Ich war selbst beim Pokalspiel in Dortmund und man muss wirklich sagen, dass dort die Kontrollen schlecht waren. Die haben uns einmal kurz angetastet, das war's. Mit zwei Geisterspielen hätte ich leben können, aber so ist es extrem hart und bitter für den Verein», sagte Andreas Hübner vom Fanclub «Dynamo Crew Mittweida».
Dresdens Geschäftsführer Oppitz betonte am Tag nach dem Urteil noch einmal, dass «es von unserer Seite keine weitere Stellungnahme geben wird, solange wir keine Entscheidung über das weitere Vorgehen getroffen haben». Gegen das aus Sicht der SG Dynamo Dresden extrem harte Urteil kann der Verein binnen einer Woche Berufung vor dem DFB-Bundesgericht einlegen. Das hatte der Sportliche Leiter, Steffen Menze, bereits unmittelbar nach der Urteilsverkündung angekündigt. Dresdens Hauptsponsor will nach dem Urteil des DFB-Sportgerichts in den nächsten Wochen das Gespräch mit dem Verein suchen. Nur wenige Tage nach dem angekündigten Ausstieg als Hauptsponsor beim Fußball-Zweitligisten FC Hansa Rostock wegen Krawallen will sich das Umweltservice-Unternehmen erst einmal eine eigene Meinung über die Vorkommnisse in Dresden bilden und dann das Engagement in der Elbestadt überprüfen. Eine Ende des Engagements wie beim FC Hansa ist nach Angaben des Unternehmens-Geschäftsführers Jens Heinig vorerst noch kein Thema. |