Dynamo Dresden geschockt: Strafmaß unangemessen
Dresden (dpa) - 02.11.2011, 16:19 Uhr
Die Fans von Dynamo Dresden fielen beim Pokalspiel in Dortmund sehr unangenehm auf. Foto: Kevin Kurek
Drastische Strafforderung durch den DFB, harte Reaktion von Dynamo Dresden: Die Verantwortlichen des Fußball-Zweitligisten haben mit Unverständnis auf den drohenden Pokal-Ausschluss reagiert. Wegen der schweren Ausschreitungen eines Teils seiner Anhänger beim Pokalspiel in Dortmund hatte der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) den Ausschluss der Sachsen vom Wettbewerb der kommenden Saison gefordert. Während einer eilig einberufenen Pressekonferenz richteten die schockierten Dynamo-Verantwortlichen klare Worte in Richtung DFB und erklärten, sich mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln gegen das Strafmaß zu wehren. «Ich habe den Eindruck, dass man ein ungeliebtes Kind in die Verbannung schickt, dann zur Tagesordnung übergeht und denkt, dass das Problem damit gelöst ist», sagte Dynamo-Präsident Andreas Ritter und betonte: «Wir sind völlig geschockt und entsetzt. Wir können dieses Strafmaß überhaupt nicht nachvollziehen.»
Dynamo beauftragte sofort den bekannten Sport-Anwalt Christoph Schickardt mit der Wahrnehmung der Interessen. «Auch er empfindet das Strafmaß als unangemessen», bemerkte Dynamo-Geschäftsführer Volker Oppitz. Er glaubt, dass der DFB unter dem Druck stand, ein Exempel gegen einen Club statuieren zu müssen. «Unserer Meinung nach hat die mediale Wahrnehmung den Druck erhöht, eine harte Strafe auszusprechen. Wir werden alles tun, um diese Strafe noch zu verhindern», kündigte Oppitz an. Während der Partie war es mehrmals zu massiven Störungen durch Dynamo-Anhänger gekommen. Das Spiel (2:0 für Dortmund) stand wegen des Zündens von bengalischen Feuern sowie Rauch- und Knallkörpern mehrfach kurz vor dem Abbruch. |