Hooligan-Randale trüben Pokal-Partie in Berlin
Berlin (dpa) - 30.07.2011, 20:10 Uhr
Polizisten mussten nach dem Spiel Dynamo Berlin gegen den FCK die Fans trennen.
Schwere Ausschreitungen nach dem Schlusspfiff haben das Erstrundenspiel im DFB-Pokal zwischen dem BFC Dynamo und dem 1. FC Kaiserslautern überschattet. Im Anschluss an den 3:0 (2:0)-Sieg des Fußball-Bundesligisten stürmten Hunderte überwiegend ganz in Schwarz bekleidete Rowdys den Block der Gäste-Anhänger und bestätigten damit erneut das Hooligan-Image der Fans des ehemaligen DDR-Rekordmeisters. Bei den Prügeleien wurden mehrere Personen verletzt, darunter zwei Polizisten, die in Berliner Krankenhäusern behandelt werden mussten. Zudem habe es nach der Partie «mindestens zehn Festnahmen» gegeben, teilte eine Polizeisprecherin am Abend auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa weiter mit. Eine genaue Zahl werde man erst am Sonntag mitteilen können. Wegen der erneuten Randale droht dem Berliner Oberligisten nun zumindest eine saftige Geldstrafe.
Der souveräne Erfolg des FCK, den Ivo Ilicevic (18. Minute), der überragende Christian Tiffert (23.) und Thanos Petsos (50.) sicherstellten, geriet zur Nebensache. Spieler und Trainer waren nach den Ausschreitungen geschockt. «Das ist der BFC, wie wir ihn nicht sehen wollen», betonte Vereinssprecher Martin Richter nach dem Spiel in Richtung FCK-Trainer Marco Kurz und ergänzte: «Entschuldigen Sie bitte!» BFC-Trainer Heiko Bonan meinte: «Da kommen ein paar Idioten und tun genau das, was alle befürchtet haben.» Auf den Rängen des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks hatten nach Abpfiff Hooligans ein Tor und eine Absperrung der Stadion-Ordner durchbrochen und waren in den Fan-Bereich der Gäste gelangt, in dem etwa 2000 FCK-Fans den Sieg bejubelten. Dort kam es zu Schlägereien, auch Gegenstände und Fahnenstangen flogen in den Block. Erst als die Polizei eingriff, konnten die beiden Fan-Gruppen getrennt werden. |