Der Entlassung, ohne auf einem Abstiegsplatz gestanden zu sein, folgt das Engagement beim 1. FC Kaiserslautern. Sasic rettet den Pfälzer Traditionsverein vor dem Sturz in die Drittklassigkeit, wird gefeiert, eckt aber bei den Bossen an. Sein Vorgehen als «harter Hund» macht eine weitere Zusammenarbeit unmöglich. Auch beim MSV, wo er im November 2009 als Nachfolger von Peter Neururer anheuerte, gab es anfangs Unfrieden. Sasic entschuldigte sich sogar, weil das eine oder andere falsch rüberkam in der Kommunikation: «Ich wollte aber nie jemanden verletzen.» Doch die «Zebras» und Sasic arrangierten sich, verfolgten das gemeinsame Ziel Bundesliga-Aufstieg. Es wurde nichts daraus: Am Ende blieb Rang acht. Im DFB-Pokal allerdings feierten Sasic und seine «Underdogs» Sieg um Sieg. 2:0 beim VfB Lübeck, 3:0 beim Halleschen FC, 2:1 im Achtelfinale beim 1. FC Köln, dann das 2:0 gegen seinen früheren Verein Kaiserslautern - der MSV stand in der Vorschlussrunde und machte mit dem 2:1 gegen den Liga-Konkurrenten Energie Cottbus die vierte Final-Teilnahme perfekt. Respekt vor Finalgegner Schalke ja - «aber keine Angst», wie Sasic vor dem prestigeträchtigen Endspiel der alten Revier-Rivalen meinte, obwohl das Duell mit dem Champions-League-Halbfinalisten angesichts vieler Verletzter fast eine unmögliche Mission ist. «Aus dieser Situation müssen wir das Maximale rausholen» - das ist nicht nur im Fußball-Leben von Milan Sasic ein elementarer Leitsatz.
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