Endspiel-Referee Stark: Zurück zu alter Stärke?
Frankfurt/Main (dpa) - 19.05.2011, 12:30 Uhr
Schiedsrichter Wolfgang Stark pfeift das DFB-Pokalfinale.
Im Januar hatten die Bundesliga-Profis Wolfgang Stark zum schlechtesten Schiedsrichter der Hinrunde gewählt, jetzt darf der 41-Jährige aus Ergolding das DFB-Pokal-Finale pfeifen. «Das ist ein Spiel, das man normalerweise nur einmal im Leben bekommt», sagt Stark in einem dpa-Gespräch vor dem Endspiel zwischen Schalke 04 und dem MSV Duisburg am Samstag im Berliner Olympiastadion «Und es ist auch immer eine Auszeichnung für die abgelaufene Saison.» Die Entscheidung der DFB-Schiedsrichter-Kommission hatte dessen Vorsitzender Herbert Fandel so begründet: «Die Nominierung für das Pokalfinale ist eine Würdigung seiner besonderen Verdienste in seiner langjährigen Tätigkeit.»
Bei der Weltmeisterschaft 2010 war Stark von der großen Schiedsrichter-Diskussion verschont geblieben, der Bankkaufmann der Sparkasse Landshut gehörte zu den überzeugendsten Referees in Südafrika. Doch danach im Bundesliga-Alltag zog sich Stark einige Male den Unmut von Spielern, Trainern und Fans zu. 25 Prozent der Profis wählten ihn zum schlechtesten Spielleiter der Hinrunde. Heute spricht er von «zwei Einzelsituationen», in der Rückrunde habe sich die Kritik beruhigt. Vorgeworfen wurde Stark auch eine arrogante Gestik und Mimik. Doch energisch war der Unparteiische, der athletisch zu den Besten seiner Zunft zählt, schon immer. «Es war vielleicht eine schwierige Saison. Aber als sich mein Team auf die neue Runde vorbereitet hatte, war mir schon klar, dass wir nach der WM mehr in der Öffentlichkeit stehen, dass der mediale Druck größer ist.» |