Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) dokumentiert die Ereignisse um das manipulierte DFB-Pokalspiel SC Paderborn gegen Hamburger SV (4:2) am 21. August 2004.
21. August: Schiedsrichter Robert Hoyzer gibt zwei unberechtigte Elfmeter für Paderborn. Außerdem zeigt er HSV-Spieler Emile Mpenza die Rote Karte. «Die können spielen, wie sie wollen, die haben hier keine Chance», wird der «Unparteiische» später zitiert. Nach dem Spiel ist Hoyzer nach eigenen Angaben mit einem der Drahtzieher des Wettskandals nach Berlin gefahren und hat die versprochenen 20 000 Euro in bar kassiert.
23. August: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird vom Wettanbieter Oddset informiert, dass «Großeinsätze ausschließlich in Berlin» auf das Pokalspiel Paderborn gegen den Hamburg gewettet worden waren. Im September wird das dadurch ausgelöste Ermittlungsverfahren jedoch eingestellt.
24. Januar: Die Staatsanwaltschaft nimmt die Ermittlungen gegen Hoyzer auf, das DFB-Präsidium tritt zu einer Krisensitzung zusammen.
27. Januar: Hoyzers Geständnis schließt das Paderborner Pokalspiel mit ein.