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HSV-Chef bestätigt: Wollen sportliche Lösung

Hamburg (dpa) - 10.02.2005, 13:05 Uhr

Bernd Hoffmann bei einer Pressekonferenz im Januar in Hamburg.
Bernd Hoffmann bei einer Pressekonferenz im Januar in Hamburg.

Der Hamburger SV strebt weiter eine sportliche Lösung für das manipulierte Pokalspiel gegen den SC Paderborn an und wird mit dieser Forderung in die Verhandlung des DFB-Sportgerichtes gehen.

HSV-Präsident Bernd Hoffmann bestätigte ein Gespräch am Rande des Länderspiels in Düsseldorf mit dem Geschäftsführenden DFB-Präsidenten Theo Zwanziger. Einer vom DFB angestrebten außergerichtlichen Einigung stimmte der HSV dabei nicht zu. «Selbstverständlich wird es eine Verhandlung geben. Wir wollen wieder in den Wettbewerb», sagte Hoffmann der dpa. Eine finanzielle Entschädigung für die mit 2:4 verlorene Erstrundenpartie am 21. August 2004 sei nur eine nachgeordnete Möglichkeit.

Zudem kündigte Hoffmann eine Klage gegen Äußerungen von Paderborns Präsident Wilfried Finke in Richtung des HSV an. Finke hatte öffentlich vermutet, auch Spieler des HSV seien an einer Manipulation beteiligt gewesen. «Herr Hoffmann begeht einen Fehler, wenn er Spielern und dem SC Paderborn Betrug unterstellt. Diese Aussagen sind nicht akzeptabel. Dass der SC in einem Namenszug mit Hoyzer genannt wird, ist eine Frechheit, solange es keine Beweise gibt», sagte Finke dem Magazin «Kicker». Gegen Kapitän Thijs Waterink gebe es zwar Vorwürfe, er sei aber nicht verurteilt. Hoffmann wollte diese Aussagen nicht kommentieren.

Waterink hatte allerdings eingeräumt, vor der Begegnung 10 000 Euro Prämie entgegengenommen zu haben. Nach dem Rechtsempfinden des HSV darf der Regionalligist deshalb nicht noch einmal spielen. «Wir wollen kein Wiederholungsspiel», sagte Hoffmann, der zusammen mit Vorstandsmitglied Katja Kraus und dem Ludwigsburger Anwalt Christoph Schickardt an der mündlichen Verhandlung teilnehmen wird.

Schiedsrichter Robert Hoyzer, der zugegeben hat, 20 000 Euro für das Spiel bekommen zu haben, wird nicht in Frankfurt sein. Der 25-Jährige hatte unter anderem zwei unberechtige Elfmeter gegen den Bundesligisten gepfiffen und Stürmer Emile Mpenza vom Platz gestellt. Mit einem späteren Sieg über den MSV Duisburg erreichte der SC Paderborn das Pokal-Achtelfinale und scheiterte dort am SC Freiburg. Die Freiburger treffen im Viertelfinale auf Bayern München.


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