Für das Schalker Star-Ensemble geht es nicht nur um einen Platz unter den letzten acht Teams, sondern auch um eine Verlängerung der von Magath gekürzten Winterpause. «Wir warten das Spiel ab. Die Spieler entscheiden selbst mit ihrer Leistung und ihrem Auftreten, wie der Umgang mit ihnen ist», sagte der Coach. Nach dem 0:5-Debakel im Bundesligaspiel beim 1. FC Kaiserslautern am 27. November hatte Magath die Winter-Ferien auf fünf Tage zusammengestrichen. «Vielleicht bekommen wir noch den einen oder anderen Tag frei», sagte Peer Kluge. Im Bundesligaduell 1899 Hoffenheim gegen Borussia Mönchengladbach geht es für die Gäste um den versöhnlichen Abschluss einer völlig verkorksten Hinrunde. Die Vorzeichen stehen jedoch schlecht: Nach der Suspendierung von Stürmer Raul Bobadilla strich Trainer Michael Frontzeck nun auch noch Mohamadou Idrissou aus dem Kader. Der zuletzt verletzte Angreifer erhielt wegen kritischer Äußerungen über den Verein zudem eine Geldstrafe und eine Abmahnung. «Wenn jemand meint, er müsse sein Ego über die Mannschaft stellen, dann hat er bei mir keine Chance», sagte Frontzeck. Doch auch beim Gegner herrscht Unruhe. 24 Stunden vor der Partie erteilte Mäzen Dietmar Hopp dem Brasilianer Luiz Gustavo einen Freifahrtschein für einen Wechsel zum FC Bayern München. «Es ist sonnenklar, dass Gustavo im Sommer zu den Bayern gehen wird. Es wäre unfair, ja geradezu unmoralisch, wenn wir ihm die Karriere verbauen würden», sagte Hopp der «Rhein-Neckar-Zeitung». Hopp würde den 23-Jährigen sogar schon in der Winterpause ziehen lassen. «Wenn wir gleichwertigen Ersatz bekommen, kann er schon jetzt gehen», sagte der Mäzen. Allerdings räumte er ein: «Die Wahrscheinlichkeit, dass dies gelingt, wird mit jedem Tag geringer.» Trainer Ralf Rangnick will den Defensiv-Allrounder, dessen Einsatz wegen einer Adduktorenverletzung stark gefährdet ist, dagegen auf keinen Fall schon in der Winterpause abgeben. Der Rekord-Pokalsieger aus München, der wohl 15 Millionen Euro für Gustavo überweisen müsste, greift erst am Mittwoch ins Geschehen ein. Drei Tage nach dem spektakulären 5:3 wollen die in der Meisterschaft dem Herbst-Champion Borussia Dortmund hinterherhechelnden Bayern das Jahr mit einem Sieg beim VfB Stuttgart abrunden. Den Schwaben droht bei einem Scheitern dagegen ein unruhiges Weihnachtsfest.
 |