Leipzig (dpa) - 03.10.2004, 17:34 Uhr
Die Siegener Erfolgsstory in der Fußball-Regionalliga Süd geht weiter. Die Sportfreunde fuhren mit einem 2:0 beim 1. SC Feucht bereits ihren siebenten Saisonsieg ein. Sogar acht Spiele ist der Tabellenführer damit nun unbezwungen.
Dagegen kassierte Kickers Offenbach im Spitzenspiel und Hessen-Derby gegen den SV Darmstadt 98 mit 0:1 die zweite Niederlage hintereinander und liegt als Tabellenzweiter nun schon vier Punkte hinter Siegen.
«Wir haben bei den Torchancen ein absolutes Plus gehabt, deshalb geht das 2:0 für uns auch in Ordnung», fand Siegens Trainer Ralf Loose. Riesenanteil daran hatte der erst 20-jährige Patrick Helmes, dessen Kreise die Feuchter nie einengen konnten. Der Stürmer war an beiden Treffern beteiligt. Das erste erzielte er selbst, das zweite bereitete er für Til Bettenstaedt vor. «Es war aber nicht so leicht, wie es zum Ende hin aussah», beschrieb Helmes seinen Auftritt, der von zahlreichen Bundesliga-Vertretern sehr interessiert beobachtet wurde. Dem Feuchter Trainer Roland Seitz wurde angesichts der klaren Dominanz der Gäste schnell klar, dass es nichts mit einem nachträglichen Geschenk zu seinem 40. Geburtstag werden würde. «Wir haben nicht die Mittel gefunden, um mit der Gäste- Mannschaft ernsthaft mithalten zu können», bekannte Seitz.
Die Offenbacher Kickers mussten dem Spitzenreiter durch das 0:1 im Derby gegen Darmstadt auf vier Punkte enteilen lassen, blieben aber Zweiter. «Heute fehlten uns Leidenschaft und Aggressivität», sagte Offenbachs Coach Hans-Jürgen Boysen. «Das war unser schlechtestes Spiel dieser Saison.» Darmstadts Trainer Bruno Labbadia freute sich: «Es ist ein schönes Gefühl vor dieser tollen Kulisse in Offenbach zu gewinnen.» Der Großteil der 11 000 Zuschauer zog allerdings enttäuscht vom Bieberer Berg. Lediglich der Teil Darmstädter Fans durfte sich freuen, dass ihre Mannschaft als nun Tabellenvierter nur noch zwei Punkte hinter den Aufstiegsplätzen rangiert.
Für Enttäuschung im eigenen Stadion sorgte auch Zweitliga-Absteiger Jahn Regensburg. Trainer Mario Basler sah die Schuld für die 1:2-Heimniederlage gegen die SV Elversberg vorwiegend bei Schiedsrichter Alexander Schlutius aus Lingenfeld. «Eine Frechheit und lächerlich, was der gepfiffen hat», grantelte der Ex- Profi, der bereits während der Partie wegen Reklamierens auf die Tribüne verwiesen wurde.
Der FC Augsburg konnte wieder die Abstiegsränge verlassen, in die Augsburg kurzzeitlich gerutscht war. Durch den 2:1-Sieg bei den Amateuren des FSV Mainz 05 verbesserten sich die Schwaben im ersten Spiel unter ihrem neuen Trainer Rainer Hörgl auf Rang elf. Armin Veh war am Wochenanfang entlassen worden.