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Stuttgarts Reserve sorgt für Furore

Leipzig (dpa) - 21.10.2007, 09:12 Uhr

Verkehrte Welt in der Schwaben-Hauptstadt: Während der VfB Stuttgart in der Fußball-Bundesliga schwächelt, sorgt die Reserve des deutschen Meisters in der Regionalliga Süd für Furore.

Am 12. Spieltag kam die Mannschaft von Trainer Rainer Adrion beim Neuling FSV Frankfurt zwar nicht über ein 1:1 hinaus, ist als Tabellenzweiter aber weiterhin hervorragend platziert und bereits seit sieben Spielen ohne Niederlage.

«Wir versuchen Fußball zu spielen, so wie es unserer Philosophie entspricht», erklärte Adrion das Erfolgsrezept der VfB-Talente, aus deren Reihen unter anderem Spieler wie Mario Gomez, Serdar Tasci und Sami Khedira erst den Sprung in die Bundesliga-Elf und inzwischen sogar in die Nationalmannschaft geschafft haben. Trotz teilweise deutlicher Überlegenheit, jedoch mit fehlender Cleverness und Routine mussten die Schwaben in der dritten Minute der Nachspielzeit noch den Ausgleich durch Frankfurts Markus Husterer hinnehmen.

Der VfR Aalen hat indes mit einem 3:1-Erfolg bei der SV Elversberg wieder die Tabellenführung übernommen. Die Mannschaft von Trainer Edgar Schmitt liegt einen Zähler vor Stuttgart II, das wiederum einen Punkt Vorsprung auf das Aufsteiger-Duo SV Sandhausen und Jahn Regensburg besitzt. Beide Teams verpassten durch torlose Unentschieden, mit dem Spitzenreiter gleichzuziehen. Besonders Regensburgs Trainer Günter Güttler ärgerte sich nach der Nullnummer gegen den FSV Oggersheim. «Wenn man sich so sehr nach einem Tor sehnt, stirbt man fast an der Außenlinie», sagte Güttler.

Im oberbayerischen Derby setzte der FC Ingolstadt gegen Wacker Burghausen zwar seine Serie ungeschlagener Spiele fort, war mit dem 1:1 gegen Burghausen aber dennoch nicht zufrieden. «Ich würde am liebsten ins Mikro beißen», entgegnete Coach Jürgen Press auf die Frage nach dem Maß seiner Enttäuschung. Weil der Ausgleichstreffer für die Burghauser erst in der dritten Minute der Nachspielzeit fiel, war sein Trainerkollege Ingo Anderbrügge umso glücklicher. «Wir hatten es einfach nicht verdient zu verlieren, denn dieses Spiel war die richtige Antwort auf die vergangenen Wochen», meinte Anderbrügge.

Den erhofften Befreiungsschlag feierte der FC Bayern München II mit dem 4:0 gegen Hessen Kassel. Trotzdem grantelte Bayern-Trainer Hermann Gerland: «Richtig gut war das nicht. Wir können noch besser spielen.» Die Stuttgarter Kickers retteten im schwäbischen Derby gegen den SSV Reutlingen ein 1:1. Sie mussten über 70 Minuten in Unterzahl bestreiten, nachdem Recep Yildiz bereits frühzeitig wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot gesehen hatte.


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