Leipzig (dpa) - 03.12.2006, 11:00 Uhr
Durch ein 1:1 beim Tabellenzehnten VfR Aalen ist der Vorsprung von Tabellenführer SV Wehen in der Fußball-Regionalliga Süd auf Verfolger TSG Hoffenheim auf drei Zähler geschmolzen.
Der von Ralf Rangnick trainierte Aufstiegsfavorit Hoffenheim konnte nach drei sieglosen Partien nach dem 3:1 gegen Aufsteiger Hessen Kassel erstmals wieder jubeln. Der Abstand zu den Nichtaufstiegsplätzen beträgt jetzt bereits sechs Punkte. Während Kassels Trainer Matthias Hamann sich über die späten Hoffenheimer Tore ärgerte, war Rangnick weitgehend zufrieden: «Die erste Hälfte hat mir gut gefallen, mit dem Manko, dass wir nur ein Tor geschossen haben. Am Ausgleich hatten wir dann eine Weile zu knabbern.»
Wehen spielte zwar nur Remis, setzte aber seine beeindruckende Serie fort und blieb zum 13. Mal nacheinander ungeschlagen. Zuletzt hatte die Mannschaft von Trainer Christian Hock am 6. Spieltag verloren. «Wir hatten uns eigentlich vorgenommen, hier zu gewinnen. Meine Jungs sind in den letzten Wochen bis an ihre Grenzen gegangen, deshalb können wir mit dem Punkt auch zu frieden sein», sagte Hock.
Auf Rang drei verbesserte sich Aufsteiger SSV Reutlingen, der im Baden-Württemberg-Derby dem VfB Stuttgart II mit dem 1:0-Sieg die zweite Heimniederlage beibrachte. Trotz des dritten Erfolges in Serie will Reutlingen laut Trainer Peter Starzmann aber mit dem Aufstieg nichts zu tun haben: «Eine Riesenleistung meiner Mannschaft. Aber von mehr will ich gar nicht reden. Mit 32 Punkten können wir immer noch absteigen.» Nun stehen nun erstmal die Vertragsverhandlungen mit den Leistungsträgern an. «Das hat Priorität. Nicht das andere Vereine zuschlagen.»
Zweitliga-Absteiger Sportfreunde Siegen kommt nach dem schwachen Saisonstart besser in Form. Nach dem 2:0 beim Aufsteiger FC Ingolstadt 04 und dem achten Saisonsieg verbesserten sich die Siegener auf den sechsten Tabellenplatz.
Im unteren Tabellendrittel konnte die SV Elversberg durch ein 2:1 gegen den TSV 1860 München II die Abstiegsränge verlassen. Zu einem überraschend hohen 4:0-Erfolg gegen den achtplatzierten 1. FC Saarbrücken kam der SV Darmstadt 98. Die Lilien bleiben aber trotz des Kantersieges auf dem 16. Tabellenplatz und damit in den Abstiegsrängen. «Riesenkompliment für die Lauf- und Einsatzbereitschaft» sagte Darmstadts Trainer Gerhard Kleppinger. Im Duell des Letzten gegen den Vorletzten konnten sich weder der 1. FC Kaiserslautern II noch der FK Pirmasens eine Vorteil verschaffen und trennten sich 1:1. Damit ist der FCK als einziges Team der Liga weiter ohne Sieg.