Leipzig (dpa) Der radikale Spartrend in der Fußball- Regionalliga Süd scheint gestoppt. Nach zwei Spielzeiten im freien Fall ist der Finanzrahmen für die Saison 2004/2005 nicht weiter abgesackt.
Das Gesamtbudget aller 18 Clubs der dritten Liga rangiert mit mindestens 25,05 Millionen Euro (nicht alle Vereine machten genaue Angaben) sogar um 350 000 Euro über dem der Vorsaison. Immerhin sechs Teams werfen in Sachen Etats größere Beträge in die Waagschale.
Neben Zweitliga-Absteiger SSV Jahn Regensburg verringerten vier weitere Clubs ihre Budgets. Die Amateure von Bayern München (1 Million Euro), die Sportfreunde Siegen (1,55 Millionen Euro) und der SC Feucht (700 000 Euro) gehen unter gleichen Bedingungen wie in der zurück liegenden Saison in die Spielzeit.
Im oberen Budgetdrittel scheint die Marschrichtung eindeutig: Mit erhöhtem oder zumindest stabilem Etat machen sich die favorisierten Teams auf in den Kampf um die vorderen Tabellenplätze. Um eine Million stockte der Vorjahresvierte FC Augsburg seinen Finanzrahmen auf 3,5 Millionen Euro auf und avanciert damit zum Liga-Krösus. Die TSG Hoffenheim schraubte ihr Budget ebenso auf 2 Millionen Euro (Vorjahr 1,7 Millionen) wie der VfR Aalen (Vorjahr 1,8 Millionen).
Derbe Einschnitte im Finanzhaushalt muss hingegen Zweitliga- Absteiger SSV Jahn Regensburg hinnehmen. Statt 6 Millionen Euro wie noch in der Vorsaison hat die Mannschaft nach Einbußen - etwa durch den Wegfall von Fernsehgeldern - noch 2,5 Millionen Euro im Säckel. Hart trifft es auch die Stuttgarter Kickers, die mit 1,5 Millionen Euro rechnen (Vorjahr 2,2 Millionen). Gekürzt haben die Amateure vor allem bei Spielergehältern und dem Sicherheitsdienst im Stadion. Weniger Geld bringen auch die Kickers Offenbach (2,5 Millionen/-0,5) und die Spielvereinigung Elversberg (1,2 Millionen/-0,2) mit.
Ein kleiner Ort im Badischen macht schon vor Saisonstart auf sich aufmerksam: Aufsteiger Nöttingen schickt seinen FC mit 800 000 Euro ins Regionalliga-Rennen (Vorjahr 250 000). Damit rangieren die Württemberger im unteren Drittel der Etat-Rangliste noch vor dem 1. SC Feucht (700 000/wie im Vorjahr) und Aufsteiger SV Darmstadt 98. Das Team um den ehemaligen Bundesliga-Profi und jetzigen Trainer Bruno Labbadia kalkuliert mit 700 000 Euro (Vorjahr 200 000 Euro) ebenfalls unter der Ein-Millionen-Euro-Grenze.
Die Etats der Regionalligisten Süd für die Saison 2004/2005: