Leipzig (dpa) - 03.06.2008, 11:25 Uhr
Einen Zuschauerrekord, eine «Rot-Seuche» der Spieler prägten die Fußball-Regionalliga Nord, die laut Oberhausens Geschäftsführer Gerd Kehrberg die «geilste Liga Deutschlands» war.
Die große Spannung sorgte dafür, dass im Vergleich zur letzten Saison 37 618 Fans mehr in die Stadien strömten und mit insgesamt 1 865 532 Stadionbesuchern erneut ein Zuschauerrekord erzielt wurde. Dabei stellte die Nord-Staffel die Konkurrenz aus dem Süden, die nur auf 882 687 Besucher kam, klar in den Schatten. «Die unglaubliche Ausgeglichenheit und Spannung zeichnete das Spieljahr 2007/08 aus und machte die Liga für die Fans so interessant», resümierte Rüdiger Lorenz, Geschäftsführer des Norddeutschen Fußballverbands.
Während die beiden «Rot-Weißen» Überraschungsteams aus Ahlen und Oberhausen ihr Glück vom Aufstieg in die 2. Bundesliga kaum fassen konnten, überwog bei den Traditionsvereinen RotWeiss Essen und dem 1. FC Magdeburg große Enttäuschung über das Verpassen des Minimalzieles, der Qualifikation zur neuen 3. Liga.
Noch am 32. Spieltag trennten den Tabellenzweiten Oberhausen von dem zehntplatzierten Fortuna Düsseldorf lediglich zwei Punkte. «Bis vor vier Wochen war noch nicht mal unsere Qualifikation zur neuen 3. Liga sicher», meinte Kehrberg, der den direkten Durchmarsch von der Oberliga in die 2. Bundesliga verbuchen konnte. «Teamwork eine funktionierende Gemeinschaft aus Vorstand, Trainerstab, Mannschaft, Fans und Sponsoren machte uns in dieser Spielzeit so stark.»
Auch Stefan Renner, Pressechef vom Staffelsieger RotWeiß Ahlen sah im Teamgeist den entscheidenden Vorteil: «Wir sind ohne große Vorgaben in die Saison gestartet. Unser Trainer konnte in aller Ruhe und mit gezielten Verstärkungen arbeiten. Und mit unserer Rückrundenserie sind wir auch verdient aufgestiegen.» Gerade im Schlussspurt erwies sich die Mannschaft von Trainer Christian Wück sehr konstant. Der Aufsteiger stand mit neunmal am häufigsten aller Mannschaften auf Rang eins und lies sich den Platz an der Sonne nicht mehr nehmen.