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Clubs vollziehen finanziellen Quantensprung

Leipzig (dpa) - 24.07.2007, 14:28 Uhr

Klotzen, statt kleckern: Angesichts der anstehenden Ligareform haben die Vereine in der Fußball-Regionalliga Nord einen finanziellen Quantensprung vollzogen.

Nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa planen die 19 Clubs mit mindestens 43,54 Millionen Euro für die am 27. Juli beginnende Saison. Insgesamt erhöhten sich die Etats um satte 25,3 Prozent, das sind 8,79 Millionen Euro, im Vergleich zum Start der vergangenen Spielzeit.

Allerdings machten Borussia Dortmund, der Hamburger SV, Werder Bremen und der VfL Wolfsburg zur finanziellen Ausstattung ihrer zweiten Mannschaften traditionell keine Angaben. Auch gaben einige Vereine den Etat für den Gesamtverein an, andere dagegen nur die Personalkosten für ihr Regionalliga-Team angaben. Zudem akquirieren die Clubs teilweise noch im Laufe der Saison neue Sponsoren.

Finanzkrösus der dritten Liga ist Eintracht Braunschweig. Wenngleich vor allem auf Grund der wesentlich geringeren Fernseheinnahmen im Vergleich zur Vorsaison dem Zweitliga-Absteiger 3,5 Millionen Euro weniger zur Verfügung stehen, besitzen die Niedersachsen mit 6,0 Millionen Euro den höchsten Etat aller Nord- Regionalligisten und wollen damit den Aufstieg in die ab der kommenden Saison neu eingeführte 3. Profi-Liga schaffen. Dies ist auch das erklärte Ziel von Dynamo Dresden. Der Traditionsverein aus Sachsen, der in der abgelaufenen Spielzeit vor allem wegen seiner Auswärtsschwäche am Aufstieg in die 2. Liga gescheitert war, hat als Geld-Ranglisten-Zweiter 5,7 Millionen Euro zur Verfügung. Das sind knapp 300 000 Euro weniger als im vergangenen Jahr.

Außer Braunschweig und Dresden durchbrach kein weiterer Club die fünf Millionen Euro Grenze. Der 1. FC Union Berlin mit 4,1 Millionen Euro (+ 0,5) und Zweitliga-Absteiger Rot-Weiß Essen (4,0/- 2,0) bleiben, zumindest was die Finanzen betritt, auf Tuchfühlung. Der Wuppertaler SV (3,0/+ 0,5) und der am letzten Spieltag am Aufstieg gescheiterte 1. FC Magdeburg (3,34/+ 0,94) übersprangen die Drei- Millionen-Marke. Insgesamt erhöhten fünf Vereine ihre Budgets. Dagegen haben drei Clubs weniger Geld zur Verfügung. Beim VfB Lübeck blieb der Etat gleich. Bei den fünf aus der Oberliga gekommenen Clubs ist davon auszugehen, dass sich die finanzielle Lage zum Positiven verändert hat. Die Zweitliga-Absteiger Braunschweig und Essen haben erwartungsgemäß weniger im Säckel.

Den kleinsten Etat aller Nord-Teams hat mit nur 900 000 Euro Aufsteiger FC Energie Cottbus II. Zum Teil deutlich unter der Zwei- Millionen-Euro-Grenze bleiben Rot-Weiß Erfurt (1,85/+0,45), Kickers Emden (1,8/-0,3) sowie die Aufsteiger SC Verl (1,8) und SV Babelsberg 06 (1,6).


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