Lübeck (dpa) - 03.08.2006, 11:35 Uhr
Mit neuem Trainer, aber vergleichsweise bescheidenen Zielen startet der VfB Lübeck in die neue Regionalliga-Saison. «Wir wollen möglichst weit oben mitspielen», sagte Chefcoach Bernd Hollerbach, der vom Verbandsligisten VfL 93 Hamburg an die Lohmühle gekommen ist.
Doch vom Aufstieg, der in den vergangenen beiden Jahren nur knapp verpasst wurde, redet in Lübeck niemand. «Wir haben nicht die finanziellen Möglichkeiten anderer Drittligisten wie etwa Holstein Kiel oder FC St. Pauli und deshalb nur etwa 15 Spieler mit Regionalliga-Niveau», betonte der frühere HSV-Profi.
Zwei Jahre nach dem Abstieg aus der 2. Liga geht Hollerbach die Aufgabe in Lübeck mit längerfristigen Zielen an. Vor allem will er die vielen jungen Spieler - elf Akteure sind noch keine 25 - an die Regionalliga heranführen. Die erste Bewährungsprobe steht mit dem Heimspiel gegen Bayer Leverkusen II an.
Der 36-jährige Hollerbach setzt die Reihe junger Trainer fort, die beim VfB eine Chance erhalten. Nach Dieter Hecking, der inzwischen mit Alemannia Aachen in der Bundesliga angekommen ist, und Stefan Böger haben die Lübecker wieder einem relativ unerfahrenen Coach die Verantwortung übertragen. Nach dem erfolgreichen ersten Trainerjahr beim VfL 93 Hamburg, den Hollerbach in die Oberliga führte, holte Matthias Kampmann, der neue starke Mann im Wirtschaftsrat des VfB und zuvor Mäzen beim VfL 93, ihn und Co-Trainer Gregor Strebel nach.
Gern betont Hollerbach, dass ihm schon als Spieler «nichts geschenkt» wurde, und er sich «alles hart erarbeiten» musste. Gleiches erwartet er nun von seinen Spielern. In der Vorbereitung bat der gebürtige Franke, der unter anderem Uli Maslo und Felix Magath als Trainer erlebt hat, seine Spieler regelmäßig zu drei Trainingseinheiten am Tag, die erste morgens um 7 Uhr, noch vor dem gemeinsamen Frühstück.