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Weniger Wechsel in der Regionalliga

Leipzig (dpa) - 01.08.2006, 12:26 Uhr

In der Fußball-Regionalliga Nord ist die Wechsel-Welle in der Sommerpause eher klein ausgefallen. Vier Tage vor Beginn der neuen Saison meldeten die 19 Vereine 175 Neuzugänge und 160 Spielerabgaben.

Damit haben die Vereinen erstmals seit langem wieder mehr Akteure verpflichtet als sie ziehen lassen haben. Insgesamt nahm die Zahl der Spielerwechsel aber gegenüber der Vorsaison ab, als die Clubs 156 neue Kicker unter Vertrag genommen und 186 den Laufpass gegeben hatten.

Die meisten Transferaktivitäten verzeichneten wie auch in der Vergangenheit die Zweitliga-Absteiger. Spitzenreiter ist dabei Rot- Weiß Ahlen. Hier muss ein kompletter Neuaufbau bewältigt werden, der sich nach dem Ausstieg des bisherigen Hauptsponsors LR auch im neuen Vereinsnamen niederschlägt. Gleich 18 Spieler verließen den Verein mit einem der geringsten Etats der Liga (1,1 Millionen Euro). Mit 16 neuen Gesichtern versucht sich die Mannschaft von Trainer Bernhard Dietz nun in der Regionalliga zu behaupten. «Als Fernziel sehen wir die Qualifikation für die eingleisige dritte Liga im nächsten Jahr», lautet die langfristige Zielstellung des Trainer.

Ebenfalls mit neuem Gesicht wird sich Dynamo Dresden präsentieren. Die Sachsen müssen die Abgänge von 14 Spielern verkraften, darunter Leistungsträger wie der australische WM- Teilnehmer Joshua Kennedy, der in die Bundesliga zum 1. FC Nürnberg gewechselt ist. Mit zehn zumeist drittligaerfahrenen Spielern möchte Coach Peter Pacult nun den Wiederaufstieg schaffen. Harte Konkurrenz ist dabei durch den FC St. Pauli zu erwarten. Mit acht Neuzugängen verpflichteten die Hamburger zwar vergleichsweise wenige Spieler, jedoch befinden sich darunter auch bekannte Namen wie der von Daniel Stendel. Der 32-jährige Stürmer kam aus der Bundesliga von Hannover 96 und erzielte für die Niedersachsen in 89 Bundesligaspielen zwölf Tore.

Wesentlich weniger haben die vier Aufsteiger auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Mit Nico Patschinski konnte sich dabei der 1. FC Union Berlin den wohl bekanntesten Spieler angeln. Der 29-Jährige, der bereits bis 1998 bei den «Eisernen» gespielt hatte, kam von Rot-Weiß Ahlen in die Hauptstadt zurück. In 28 Bundesliga- und 153 Zweitligaspielen erzielte der Stürmer acht Bundesligatreffer sowie 44 Tore in der zweiten Liga. Auf diese Erfahrung setzt auch Trainer Christian Schreier bei der Zielsetzung Klassenerhalt.

Ein bekannter Name taucht auch bei der zweiten Mannschaft von Bayer Leverkusen auf. Benjamin Kirsten ist der Sohn von Trainer Ulf Kirsten, der in seiner aktiven Zeit Torgarant der Rheinländer und der Nationalelf war. Benjamin soll in die Fußstapfen seines Vaters treten.


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