Nach der 1:4-Niederlage des VfB Lübeck bei Holstein Kiel in der Fußball-Regionalliga-Nord kam es zu massiven Ausschreitungen unter den 1500 Anhängern der Gäste.
Die Polizei, die mit 300 Beamten im Einsatz war, räumte zehn Minuten vor Ende des Nordderbys die Gästeblöcke, setzte Schlagstöcke und Pfefferspray ein. 39 gewaltbereite Fans wurden in Gewahrsam genommen, sieben weitere festgenommen, teilte die Polizei mit. Bereits auf dem Bustransfer zum Stadion wurde ein eingesetzter Bus der Kieler Verkehrsgesellschaft durch randalierende Fans beschädigt.
Lübeck verspielte in der Partie die letzte Chance auf den Aufstieg in die Zweite Fußball-Bundesliga. Vor 6450 Zuschauern brachte Mike Rietpietsch die Gastgeber schon in der 3. Spielminute in Führung. Nach der Pause erhöhte Michael Molata (48., 53.) mit zwei Treffern. Der Lübecker Torjäger Daniel Bärwolf (55.) verkürzte mit seinem achten Saisontreffer, bevor Kiels Stürmer Pavel Dobry (76.) mit seinem Tor den Endstand herstellte.