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Braunschweig und Paderborn Aufsteiger in 2. Liga

Leipzig (dpa) - 05.06.2005, 15:22 Uhr

Jubel und Ernüchterung lagen eng beieinander. Am letzten Spieltag der Fußball-Regionalliga Nord entschieden Eintracht Braunschweig und der SC Paderborn den Vierkampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga für sich.

Die Hoffnungen der Verfolger auf den Sprung ins Profilager erfüllten sich nicht. Braunschweig brachte der umkämpfte 3:2-Sieg gegen Arminia Bielefelds Amateure den Staffelsieg ein. Paderborn kam Dank eines souveränen 4:0-Erfolgs beim VfL Wolfsburg Amateure als Zweiter ein. Das 1:0 von Verfolger VfB Lübeck beim Chemnitzer FC und das 1:0 des VfL Osnabrück bei Holstein Kiel blieben so ohne Wirkung.

«In mir herrschen totale Leere und unendlicher Stolz», sagte Braunschweigs Trainer Michael Krüger. Gleich zwei Mal lief sein Team einem Rückstand hinterher. Jürgen Rische, der den entscheidenden Foulelfmeter zum Sieg verwandelte, blieb abgeklärt. «Das macht das Alter», sagte der 34-jährige Stürmer und betonte: «Das war einer der wichtigsten Treffer in meiner Karriere.»

23 500 Fans bejubelten den Aufstieg der Blau-Gelben, die in dieser Spielzeit 246 300 Zuschauer im Stadion an der Hamburger Straße zählten. In der gesamten Liga kamen 1 549 343 Fans zu 349 Spielen. In der vergangenen Saison waren es 80 009 weniger. Zuschauerkrösus ist der FC St. Pauli mit durchschnittlich 16 126 Besuchern am Millerntor. Neben dem Staffelsieg kann Aufsteiger Braunschweig auch den erfolgreichsten Torschützen vorweisen: Ahmet Kuru traf 24 Mal.

«Ich bin glücklich, aber sehr müde», meinte Paderborns scheidender Coach Pawel Dotschew. «Der Aufstieg ist sein Verdienst. Er hat eine gute Mischung zwischen harter Hand und langer Leine gefunden», betonte Stürmer Alexander Löbe. Feiern wollte der 39-jährige Trainer nicht, wird er seinen Trainerstuhl doch für den bisherigen Co-Trainer des 1. FC Köln, Jos Luhukay, räumen müssen. Die Anzahl der Trainerwechsel während der Saison hat sich insgesamt verringert. Acht Mal wurden Übungsleiter ausgetauscht, im Vorjahr waren es noch 14.


«Jetzt erst recht», hieß es beim VfL Osnabrück. «Wir werden nächste Saison noch stärker auflaufen», kündigte Trainer Claus-Dieter Wollitz an. Sein Frust über den Nicht-Aufstieg hielt sich in Grenzen. Wollitz: «Die Konstellation sprach nicht für uns.» Der große Coup blieb auch dem VfB Lübeck verwehrt. «Es tut weh. Aber ich bin mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden», sagte Coach Stefan Böger.

«Lübeck hat gewonnen und ist der Verlierer. Wir haben verloren und sind die Gewinner», sagte der Chemnitzer Trainer Dietmar Demuth angesichts der ausgelassenen Freudentänze seiner Spieler und der traurigen Minen der Lübecker. Zwei Tore behaupteten sich die Sachsen am Ende vor den punktgleichen Amateuren von Borussia Dortmund, für die das 5:5 bei Preußen Münster der Abstieg bedeutete. »Ein Glück, dass sich Münster nicht hat abschlachten lassen», sagte Demuth erleichtert.

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