Im französischen Fußball kommen die Titelfavoriten langsam in Schwung. Vorjahresmeister Girondins Bordeaux setzte sich zum Abschluss des dritten Spieltags der Ligue 1 bei Paris Saint-Germain mit 2:1 (0:0) durch.
Mit einem Treffer in der Nachspielzeit gelang den «Marineblauen» nach zwei Schlappen in Serie der erste Sieg. Auch die Konkurrenten Olympique Marseille und Olympique Lyon hatten zuvor erstmals drei Punkte eingefahren. Neuling FC Caen verpasste unterdessen nach einem 0:0 bei HSC Montpellier den Sprung an die Spitze. Das Team aus der Normandie ist mit nun sieben Zählern alleiniger Tabellen-Zweiter hinter Überraschungsleader FC Toulouse, der auf neun Punkte kommt.
Im Prinzenpark in Paris sahen 30 100 Zuschauer ein unterhaltsames Spiel. Nationalspieler Alou Diarra brachte die Gäste aus Bordeaux nach einer Ecke per Kopf in der 68. Minute in Führung. Ein weiterer «Bleus»-Spieler, PSG-Stürmer Guillaume Hoarau, schoss in der 76. Minute den Ausgleich. Als die Punkteteilung schon besiegelt schien, köpfte Verteidiger Michaël Ciani in der vierten Minute der Nachspielzeit das Siegtor der Gäste. Bordeaux-Trainer Jean Tigana betonte: «Wenn man drei Punkte holt, fragt man sich nicht, ob der Sieg verdient ist oder nicht. Ich bin zufrieden.»