Fans des iranischen Fußball-Clubs Steel Azin Teheran protestieren vehement gegen den Ausschluss von Ex-Bayern-Profi Ali Karimi.
«Ohne Karimi wollen wir auch Steel Azin nicht», riefen wütende Anhänger des Vereins nach einem Spiel am 18. August. Der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler war von seinem Club ausgeschlossen worden, weil er während des Ramadan nicht gefastet haben soll. Karimi soll während des Trainings Wasser getrunken haben. Nach den Regeln des Islam dürfen Muslime während des Ramadan tagsüber weder essen noch trinken. Im Unterschied zu Deutschland gilt dies im Iran auch für Fußballprofis.
Nach den landesweiten Protesten gegen Karimis Entlassung traf sich die Vereinsführung von Steel Azin, um erneut über die getroffene Maßnahme zu beraten. Die Suspendierung des Spielers, der von 2005 bis 2007 für den FC Bayern München aktiv war, hatte im Iran hohe Wellen geschlagen. Ehemalige Bundesliga-Profis wie Ali Daei oder Mehdi Mahdavikia hatten sich in der Diskussion auf die Seite Karimis gestellt.