München (dpa) - 18.08.2010, 11:31 Uhr
Franck Ribéry will trotz der Sperre weiter für Frankreich spielen.
Mit Unverständnis hat Bayern-Star Franck Ribéry auf die Länderspiel-Sperre durch den französischen Fußball- Verband reagiert. «Das ist für mich eine große Enttäuschung», sagte der Offensivspieler des FC Bayern in München. «Ich weiß nicht, was da gerade in Frankreich passiert.»
Ribéry war wegen seiner Rolle bei der WM-Revolte in Südafrika vom Fußball-Verband FFF mit einer Sperre von drei Spielen belegt worden. «Was bei der WM passiert ist, haben alle gemacht. Ich verstehe nicht, warum nur fünf Spieler nach Paris mussten», betonte Ribéry. Neben dem Bayern-Profi, der von einem Anwalt vertreten wurde, waren auch Chelsea-Stürmer Nicolas Anelka, WM-Kapitän Patrice Evra, Jérémy Toulalan sowie Eric Abidal wegen ihrer angeblich führenden Rolle beim WM-Streik geladen. Anelka wurde sogar für 18 Spiele gesperrt, Evra muss fünf Spiele zuschauen und Toulalan muss einmal pausieren. Abidal kam ohne Strafe davon.
Ribéry stellte aber klar, dass für ihn ein Rückzug von der Nationalmannschaft seines Heimatlandes kein Thema sei. Nach seiner Sperre von drei Spielen werde er ins Nationalteam zurückkehren, betonte Ribéry: «Natürlich. Das ist keine Frage für mich.»