Michael Ballack lässt die weitere Untersuchung an seinem lädierten rechten Fuß in München vornehmen. Am 17. Mai soll eine Kernspintomographie in der Praxis von DFB-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt klären, wie schwer der Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Sprunggelenk verletzt ist.
Bisher konnte lediglich ein Bruch ausgeschlossen werden. Verbandssprecher Harald Stenger bestätigte im WM-Vorbereitungscamp in Sizilien die mit Ballacks Arbeitgeber FC Chelsea abgestimmte Verlegung der Untersuchung von London nach München. «Danach wird man entscheiden, was notwendig ist», erklärte Bundestrainer Joachim Löw in Sciacca, wo die vier WM-Kandidaten von Werder Bremen nach dem verlorenen Pokalfinale im Trainingslager erwartet wurden.
Ballack war im englischen Cupfinale, das Chelsea am Samstag gegen Absteiger FC Portsmouth 1:0 gewonnen hatte, vom einstigen Bundesliga- Profi Kevin-Prince Boateng brutal gefoult worden. Inzwischen sprechen Ballack und sein Berater davon, die rüde Attacke würde nach Vorsatz aussehen. «Das sah schon nach Absicht aus», hatte Ballack gesagt. Löw äußerte in Italien die Hoffnung, dass sich die Verletzung als «nicht so langwierig» herausstellen würde: «Aber es wird sicher ein paar Tage dauern, bis er den Trainingsprozess wieder aufnehmen kann.»
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Nach Informationen der «Bild»-Zeitung war der gebürtige Görlitzer schon am 16. Mai d nach Deutschland geflogen. Damit entging Ballack auch den erneuten Flug-Beeinträchtigungen durch die Aschewolke des isländischen Vulkans. Unter anderem war der Flughafen London-Heathrow vorübergehend geschlossen worden.