Australien fehlt noch ein Punkt zur WM-Teilnahme
Seoul (dpa) - 01.04.2009, 18:22 Uhr
Nordkoreas Pak Nam-chol (r) im Zweikampf mit Cho Won-hee.
Australien fehlt nur noch ein Punkt zur Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika. Südkorea hat im vierten Qualifikations-Duell mit Nordkorea erstmals die Oberhand behalten und Kurs auf die WM genommen. Dank der Tore des Karlsruher Bundesliga-Legionärs Joshua Kennedy (66. Minute) und von Harry Kewell (73./Foulelfmeter) besiegte das Team vom Fünften Kontinent in Sydney Usbekistan mit 2:0 (0:0). Australien (13 Punkte) übernahm in der Asien-Qualifikation die Führung in der Gruppe A vor der diesmal spielfreien Auswahl Japans (11) und Bahrain (7), das gegen Katar (4) mit 1:0 (0:0) die Oberhand behielt. Hätte diese Partie keinen Sieger gehabt, wäre Australiens dritte WM-Teilnahme nach 1974 und 2006 vorzeitig sicher gewesen. Die Mannschaft des WM-Gastgebers von 2002 siegte in Seoul 1:0 (0:0) und machte damit einen großen Schritt auf dem Weg nach Südafrika. Die bisherigen drei innerkoreanischen Partien im Rahmen der Ausscheidung waren alle mit einem Remis zu Ende gegangen. Erst in der 88. Minute erzielte der kurz zuvor eingewechselte Kim Chi Woo per Freistoß den entscheidenden Treffer vor knapp 50 000 Zuschauern in Südkoreas Hauptstadt. Damit schob sich Südkorea (11) an der Auswahl des Nordens (10) vorbei an die Spitze der Gruppe B der Asien-Qualifikation.
Nordkoreas Nationalcoach Kim Jong Hun war nach Ende der Partie unzufrieden mit der Leistung des Schiedsrichters, der einem vermeintlichen Kopfballtor seines Spielers Jong Tae Se (49.) die Anerkennung verweigert hatte. Der Referee hatte den Ball jedoch bei der Rettungsaktion des südkoreanischen Torhüters Lee Woon Jae nicht hinter der Linie gesehen. Auch Fernsehbilder gaben keinen hundertprozentigen Aufschluss über die strittige Situation. Neben Süd- und Nordkorea spielen noch Saudi-Arabien, Iran und die Vereinigten Arabischen Emirate in der Gruppe B. Südkorea kämpft darum, zum siebten Mal in Serie bei einer WM dabei zu sein, der Norden um den ersten Einzug in eine WM-Endrunde seit 1966.
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